Leistungsverlust nach dem Warmwerden nicht ignorieren
Die Maschine verliert nach dem Warmwerden an Leistung? Prüfen Sie die möglichen Ursachen
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Leistungsverlust der Maschine nach dem Warmwerden. Ein Leitfaden für Bediener und Maschinenbesitzer
Die Situation, in der eine Bau- oder Landmaschine morgens problemlos schwerste Aufgaben bewältigt, aber nach ein oder zwei Betriebsstunden drastisch langsamer wird, an Zugkraft verliert oder beim Versuch, eine volle Schaufel zu heben, „schwachmacht“, gehört zu den tückischsten Serviceproblemen. Ein Leistungsverlust nach dem Warmwerden lähmt die Arbeitseffizienz direkt und führt zu enormen Zeitverlusten. Dieses Phänomen hängt eng mit der Veränderung der physikalischen Eigenschaften von Betriebsflüssigkeiten (Ölen) unter dem Einfluss steigender Temperaturen zusammen. Zu verstehen, warum Hitze der Maschine ihre werkseitige Kraft raubt, ermöglicht eine zielgerichtete und wirtschaftliche Diagnose, bevor Komponenten blind ausgetauscht werden.
Physik des Fehlers: Einfluss der Temperatur auf Öl und Passungen
Wenn eine Maschine arbeitet, steigt die Temperatur des Hydrauliköls und des Motoröls drastisch an (häufig werden 60°C bis über 90°C erreicht). Mit steigender Temperatur nimmt die Viskosität der Flüssigkeit natürlicherweise ab – vereinfacht gesagt: Das Öl wird sehr dünnflüssig, fast wie Wasser.
In einem intakten, eng tolerierten Hydraulik- oder Kraftstoffsystem liegt diese Viskositätsänderung innerhalb der Toleranzgrenzen. Wenn jedoch Schlüsselkomponenten (Kolben, Pumpenelemente, Steuerschieber) verschleißbedingtes mikroskopisches Spiel aufweisen, beginnt das dünne, heiße Öl, anstatt den Arbeitsdruck aufzubauen, durch diese Spalten zu entweichen, was zu massiven internen Leckagen führt. Infolgedessen sinkt der Systemdruck trotz voller Motordrehzahl drastisch.
Die häufigsten Ursachen für Leistungsverlust nach dem Warmwerden
Das Problem, dass eine Maschine im Laufe der Betriebsstunden „schwachmacht“, konzentriert sich meist auf das Hydrauliksystem sowie hochentwickelte Motorkomponenten. Hier sind die Hauptursachen:
1. Verschleiß der Hydraulikpumpe (Hauptkolbenpumpe oder Zahnradpumpe)
Dies ist die absolute Nummer eins bei der Diagnose dieses Problems. Wenn eine Hydraulikpumpe verschlissen ist, verlieren ihre internen beweglichen Teile (z. B. die Zylindertrommel, die Steuerplatte oder die Kolben) ihre perfekte Dichtheit. Bei kaltem Öl, das dickflüssiger ist, kann die Pumpe noch einen hohen Arbeitsdruck erzeugen. Nach dem Warmwerden gleitet das dünnflüssige Öl widerstandslos aus der Druckkammer zurück auf die Saugseite oder in das Pumpengehäuse – die Maschine verliert fast vollständig ihre Kraft und wird langsam.
2. Verschleiß der Pumpenelemente der Einspritzpumpe oder der Injektoren
Wenn der Motor nach dem Warmwerden an Leistung verliert und abzusinken droht, kann das Problem im Kraftstoffversorgungssystem liegen. Ähnlich wie in der Hydraulik werden die Präzisionselemente von Einspritzpumpen (oder Common-Rail-Hochdruckpumpen) und Einspritzdüsen durch den Dieselkraftstoff geschmiert und abgedichtet. Warmer Kraftstoff verliert an Viskosität, was bei verschlissenen Elementen zu einem Abfall des Einspritzdrucks, einer unvollständigen Verbrennung des Gemischs und einem plötzlichen Verlust des Motordrehmoments führt.
3. Unzureichende Leistung des Ölkühlvorgangs (Hydraulikkühler, Thermostat)
Manchmal sind die mechanischen Komponenten noch in einem akzeptablen Zustand, aber das Kühlsystem schafft es nicht, die Wärme effektiv abzuführen. Ein mit Staub zugesetzter Ölkühler, ein defekter Lüfter (z. B. eine verschlissene Viskokupplung) oder ein blockiertes Ölthermostat führen dazu, dass die Systemtemperatur die zulässigen Normen überschreitet. Das Öl überhitzt, seine Betriebsviskosität sinkt drastisch, was sich in der Folge sofort in einer Schwächung der gesamten Maschine widerspiegelt.
4. Leckagen an Steuerschiebern und Zylindern (Dichtungen)
Mit steigender Temperatur dehnen sich Metallteile aus und Gummidichtungen werden flexibler. Wenn die Schieber im Steuerblock ausgeschlagen sind oder die internen Kolbendichtungen in den Zylindern (sogenannte Dichtsätze) verschlissen sind, entweicht das heiße Öl seitlich (es strömt von einer Zylinderkammer in die andere). Die Maschine verliert bei einer bestimmten Funktion oder bei allen Arbeitsbewegungen gleichzeitig an Kraft.
Schnelle Symptomüberprüfung – Hilfstabelle
Die folgende Tabelle ermöglicht eine erste Unterscheidung, welches System für den Kraftverlust der Maschine bei steigender Temperatur verantwortlich ist:
| Symptom nach dem Warmwerden | Verhalten des Motors | Verhalten der Hydraulik | Wahrscheinliche Ursache |
|---|---|---|---|
| Die Maschine wird drastisch langsamer, es fehlt die Kraft im Boden | Läuft gleichmäßig, verliert keine Drehzahl, raucht nicht | Das Öl erreicht eine sehr hohe Temperatur, die Pumpe arbeitet lauter | Verschleiß der Haupt-Hydraulikpumpe (interne Leckage) |
| Arbeitsbewegungen werden langsam, Zylinder sinken unter Last von selbst ab | Läuft stabil bei vorgegebener Drehzahl | Nur ausgewählte Funktionen werden schwächer (z. B. nur Ausleger oder Drehen) | Verschleiß der Schieber im Steuerblock oder der internen Zylinderdichtungen |
| Der Motor verliert an Drehzahl und „stirbt“ bei geringster hydraulischer Last ab | Wird abgewürgt, läuft unrund, springt im warmen Zustand schwer an | Im Normbereich, wird aber durch den absterbenden Motor blockiert | Verschleiß des Einspritzsystems (Hochdruckpumpe / Injektoren) |
| Der Leistungsverlust tritt plötzlich auf, verbunden mit einem lauten metallischen Geräusch | Arbeitet korrekt | Plötzlicher Abfall des Steuerdrucks (Joysticks werden hart oder schwammig) | Beschädigung der Speisepumpe (Vorsteuerpumpe) oder des Prioritätsventils |
Was tun, wenn die Maschine nach dem Warmwerden an Leistung verliert?
Bevor Sie sich für eine kostspielige Demontage der Hauptkomponenten entscheiden, führen Sie die folgenden grundlegenden Überprüfungsschritte durch:
- Ölparameter ändern oder überprüfen: Stellen Sie sicher, dass sich im Hydrauliksystem ein Öl mit der richtigen Viskositätsklasse befindet (z. B. HV 46 oder HV 68 für schwierige, heiße Arbeitsbedingungen) und dass es nicht verbraucht ist.
- Kühlsystem reinigen: Blasen Sie die Lamellen des Hydrauliköl- und Motorkühlers gründlich mit Druckluft aus oder waschen Sie sie.
- Einfachen Tasttest durchführen: Prüfen Sie, ob das Gehäuse der Hydraulikpumpe nach kurzer Betriebszeit drastisch heißer wird als der Öltank selbst (dies deutet auf enorme Reibung und Leckagen innerhalb der Pumpe hin).
Achtung! Der Weiterbetrieb einer Maschine, die nach dem Warmwerden „schwachmacht“, führt zu einer lawinenartigen Entstehung von Metallmikrospänen durch die verschleißende Pumpe. Diese Späne gelangen mit dem Öl in das gesamte System und zerstören Steuerblöcke, Ventile und Zylinder irreversibel, was die endgültigen Reparaturkosten um ein Vielfaches in die Höhe treibt.
Präzise Druck- und Durchflussmessungen – Vertrauen Sie den Experten von Wibako
Die Diagnose eines Fehlers vom Typ „Leistungsverlust im heißen Zustand“ durch zufälligen Austausch von Teilen ist zum Scheitern verurteilt. Die einzige effektive Methode besteht darin, Tests mit einem professionellen Hydraulik-Durchflussmesser und Manometern durchzuführen, die genau in dem Moment in das System eingebunden sind, in dem die Maschine vollständig warmgelaufen ist. Dies ermöglicht es, den Wirkungsgrad der Pumpe in Prozent präzise zu bestimmen und die Stellen des Druckverlusts zu lokalisieren. Wenn die Leistung Ihrer Ausrüstung drastisch abfällt, ist ein Besuch beim Fachmann unerlässlich.
Wir von der Firma Wibako sind seit Jahren auf die professionelle Diagnose, den Service und die umfassende Regeneration von Komponenten der Ölhydraulik sowie von Industriemotoren spezialisiert. Wir betreuen hochentwickelte Bau- und Landmaschinen weltweiter Marken wie Liebherr, Deutz, Perkins, Caterpillar, Cummins und Kubota. Wir verfügen über spezialisierte Prüfstände, um Hydraulikpumpen und -motoren unter voller Arbeitslast zu testen. Unser Ingenieurteam stellt präzise fest, ob die Ursache für den Leistungsverlust der Maschine eine verschlissene Pumpe, ein undichter Steuerblock oder ein Defekt im Kraftstoffsystem ist, und beseitigt das Problem effektiv und nachhaltig. Bringen Sie Ihre Maschine mit Wibako wieder zu voller Betriebsstabilität!