Motorüberholung Deutz TCD 6.1 L6 im Radlader Kramer 8155
Der Motor begann immer lauter zu laufen, und das Auftreten beunruhigender Symptome deutete darauf hin, dass der weitere Betrieb des Radladers zu einem wesentlich schwerwiegenderen Ausfall führen könnte. Im Falle der Maschine Kramer 8155 wurde daher beschlossen, eine gründliche Diagnose des Deutz TCD 6.1 L6 Motors durchzuführen und ihn anschließend in unserem Betrieb umfassend zu überholen.
Kramer 8155 ist ein Radlader, der für den intensiven Einsatz konzipiert ist und bei dem die Effizienz des Antriebssystems einen direkten Einfluss auf die Leistung der gesamten Maschine hat. Für den Antrieb ist in diesem Fall der Motor Deutz TCD 6.1 L6 verantwortlich. Es handelt sich um ein Sechszylinder-Dieselaggregat, dessen einwandfreie Funktion bei schwere Arbeiten mit dem Radlader von entscheidender Bedeutung ist.
WIBAKO führt umfassende Reparaturen und Überholungen von Dieselmotoren durch, die in Bau- und Industriemaschinen eingesetzt werden. Wir führen Diagnosen, Demontage und Montage von Antriebseinheiten, Bauteilprüfungen, Reparaturen des Kurbeltriebs, der Zylinderköpfe sowie der Anbauteile durch. Ein wesentlicher Bestandteil des Prozesses ist auch die Möglichkeit, vor dem Wiedereinbau des Motors in die Maschine einen Motorentest auf dem Prüfstand durchzuführen.
Diagnose des Deutz TCD 6.1 L6 Motors im Kramer 8155
Der erste Arbeitsschritt war die Diagnose des Motors direkt im Kramer 8155 Radlader. Die gemeldeten Symptome deuteten auf mögliche Probleme im unteren Teil des Motors hin. Während des Betriebs des Aggregats traten beunruhigende Geräusche auf, weshalb wir uns nicht nur auf das Auslesen der Betriebsparameter beschränkten. Es musste festgestellt werden, ob die Ursache des Problems tatsächlich im Verschleiß der Komponenten des Kurbeltriebs lag oder ob die Ursache in einer anderen Baugruppe zu suchen war.
Zunächst bewerteten wir den allgemeinen Betriebszustand des Motors. Wir überprüften das Verhalten des Aggregats beim Starten und während des Betriebs und achtete dabei auf ungewöhnliche Geräusche, unruhigen Lauf sowie die Reaktion des Motors auf Lastwechsel. Ein wichtiger Bestandteil der Diagnose war auch die Überprüfung des Öldrucks. Wessen Wert kann wichtige Informationen über den Zustand des Schmiersystems und den Verschleiß der mit der Kurbelwelle zusammenwirkenden Bauteile liefern.
Besteht der Verdacht auf Lagerverschleiß, ist auch die Überprüfung des Öls und des Ölfilters auf metallische Verunreinigungen besonders wichtig. Späne können auf einen fortschreitenden Verschleiß der Kontaktflächen hinweisen. Das bloße Vorhandensein beunruhigender Geräusche ist jedoch kein ausreichender Grund, um den Umfang der Überholung festzulegen. Die endgültige Beurteilung erfordert die Demontage des Motors und eine genaue Überprüfung seiner Bauteile.
Die Ergebnisse der Erstdiagnose bestätigten, dass ein weiterer Betrieb des Aggregats zu Folgeschäden führen könnte. Daher haben wir uns entschieden, den Deutz TCD 6.1 L6 Motor aus dem Kramer 8155 Radlader zu demontieren und in unseren Betrieb nach Kojszówka zu transportieren, wo eine vollständige Überprüfung möglich war.
Demontage des Motors aus dem Radlader Kramer 8155
Die Demontage der Antriebseinheit einer Baumaschine erfordert eine entsprechende Vorbereitung. In diesem Fall wurden die Arbeiten von unseren Mechanikern vor Ort im Raum Krakau durchgeführt. Zum Ausbau des Motors wurde ein vom Kunden bereitgestellter Kran genutzt. Dank des Einsatzes geeigneter Ausrüstung war es möglich, das Aggregat sicher anzuheben und aus dem Motorraum zu heben.
Vor Beginn der eigentlichen Demontage haben wir die Maschine gesichert und den Zugang zum Motor vorbereitet. Anschließend wurden nacheinander die verschiedenen Leitungen und Anbauteile getrennt, die vor dem Ausbau des Aggregats gelöst werden mussten. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir den Leitungen des Kühlsystems, den Luftleitungen, der Kraftstoffanlage sowie den elektrischen Verbindungen.
Wichtig war auch das ordnungsgemäße Verschließen der Leitungen und Öffnungen nach dem Trennen. Dies verringert das Risiko, dass Verunreinigungen in das Kraftstoff-, Schmier- oder Ansaugsystem gelangen. Bauteile, die wiederverwendet werden sollten, wurden entsprechend gekennzeichnet und gesichert.
Nach dem Trennen der Installationen und Befestigungselemente begannen wir mit der Vorbereitung des Motors für das Anheben. Der vom Kunden bereitgestellte Kran wurde genutzt, um das Aggregat sicher aus dem Raum zu heben. Anschließend wurde der Motor für den Transport zu unserem Betrieb in Kojszówka vorbereitet.
Die Demontage selbst ist nur ein Teilabschnitt der Arbeit. Bei einem zur Überholung vorgesehenen Motor erhalten wir die wichtigsten Informationen erst nach dem Zerlegen. Erst dann lässt sich der tatsächliche Verschleißgrad von Kurbelwelle, Lagern, Pleueln, Kolben, Zylindern und den übrigen Baugruppen feststellen.
Befundung des Deutz TCD 6.1 L6 Motors in der Werkstatt
Nach der Anlieferung des Motors in unseren Betrieb begannen wir mit der genauen Befundung. Ist der Zustand des Aggregats nicht eindeutig bekannt, besteht der erste Schritt darin zu prüfen, ob sich der Motor drehen lässt, und seinen allgemeinen mechanischen Zustand festzustellen. Anschließend wird der Motor zerlegt, und die einzelnen Teile werden gereinigt und von den Mechanikern beurteilt.
Bei diesem Motor haben wir besondere Aufmerksamkeit auf die Bauteile des Kurbeltriebs gerichtet. Die anfänglichen Vermutungen bezüglich des Verschleißes der Kurbelwellen- und Pleuellager mussten bei der Demontage bestätigt werden. Der tatsächliche Reparaturumfang kann nämlich nicht allein anhand der an der Maschine auftretenden Symptome bestimmt werden.
Nach dem Zerlegen des Motors haben wir den Zustand der Kurbelwelle genau beurteilt. Die Überprüfung umfasste eine visuelle Kontrolle auf Spuren von Überhitzung, Verschleiß und eventuellen Beschädigungen. Anschließend werden Messungen des Wellenschlags, Messungen der Zapfen sowie eine Kontrolle der Ölkanäle durchgeführt. Eine solche Überprüfung ermöglicht es festzustellen, ob die Welle wiederverwendet werden kann oder ob eine Regenerierung erforderlich ist.
Parallel dazu haben wir die Pleuel überprüft. Beurteil wird ihr visueller Zustand, das Auftreten von Rissen, Spuren von Überhitzung und anderen Beschädigungen. Es werden auch Messungen bezüglich Verdrehung und Biegeschild durchgeführt. Auch die Pleuelschrauben unterliegen einer Kontrolle.
Der Befundung unterliegen ebenfalls Kolben, Ringe und Zylinder. Wir prüfen den Verschleißgrad der Arbeitsflächen, den Zustand der Kolben und Ringe sowie die Möglichkeit der Weiterverwendung der einzelnen Elemente. Übersteigt der Verschleiß die zulässigen Werte, wird das Bauteil zum Austausch oder zur entsprechenden Regenerierung vorgesehen.
Bei einer Überholung beschränken wir uns nicht auf ein einzelnes beschädigtes Bauteil. Der Motor wird als Ganzes beurteilt. Dadurch vermeiden wir Situationen, in denen der bloße Austausch der Lagerschalen zwar eine kurzfristige Wiederherstellung des Betriebes ermöglichen würde, während andere verschlissene Bauteile weiterhin im Motor verbleiben würden.
Überprüfung der Kurbelwelle und der Pleuel
Die Kurbelwelle ist eines der wichtigsten Bauteile des Motors. Sie überträgt die bei der Verbrennung des Kraftstoffs entstehenden Kräfte und wandelt die Hin- und Herbewegung der Kolben in eine Drehbewegung um. Beim Deutz TCD 6.1 L6 Motor ist ihr einwandfreier Zustand aufgrund der beim Betrieb des Radladers auftretenden Belastungen von besonderer Bedeutung.
Bei der Befundung haben wir die Zapfenoberflächen und den Zustand der Ölkanäle überprüft. Ebenfalls kontrolliert wurde der Wellenschlag. Anhand der Messungen kann bestimmt werden, ob die Welle für die weitere Verwendung qualifiziert ist oder ob ein Schliff erforderlich ist.
Lagerschalen sollten nicht als Bauteile betrachtet werden, die ohne Überprüfung der mit ihnen zusammenwirkenden Flächen ausgetauscht werden können. Genau deshalb hat die Messung der Kurbelwelle und die Kontrolle der Pleuel bei einer professionellen Motorüberholung einen so hohen Stellenwert.
Die Pleuel wurden einer detaillierten Beurteilung hinsichtlich Verschleiß und eventueller Verformungen unterzogen. Überprüft wurden ihr visueller Zustand, die Geometrie sowie die Befestigungselemente. Erst nach Durchführung aller Messungen konnte der Umfang der Arbeiten festgelegt werden, die für eine ordnungsgemäße Wiederherstellung des Aggregats erforderlich sind.
Reparatur des Kurbeltriebs
Nach Abschluss der Befundung begannen wir mit der eigentlichen Überholung des Deutz TCD 6.1 L6 Motors. Der wichtigste Arbeitsbereich war der Kurbeltrieb, da wir genau in diesem Teil des Motors die Ursache des Problems bestätigt haben.
Der Umfang der Arbeiten wurde auf der Grundlage des tatsächlichen Zustands der Komponenten festgelegt. Bei einem zur Überholung vorgesehenen Motor wenden wir nicht das Prinzip des automatischen Austauschs aller Teile ohne vorherige Überprüfung an. Jedes Element wird beurteilt, gemessen und für die Wiederverwendung, Regenerierung oder den Austausch qualifiziert.
Bei der Kurbelwelle ist die Einhaltung der entsprechenden Zapfenmaße sowie der korrekten Geometrie besonders wichtig. Weisen die Messungen auf die Möglichkeit einer Regenerierung hin, kann die Welle geschliffen werden. Anschließend werden ihre Maße erneut kontrolliert.
Überprüft werden auch die Pleuel sowie ihr Zusammenwirken mit der Welle. Wesentlich ist die Einhaltung der entsprechenden geometrischen Parameter sowie die ordnungsgemäße Vorbereitung der mit den Lagerschalen zusammenwirkenden Flächen.
Der Kontrolle unterliegen auch Kolben, Ringe und Zylinder. Bei Bauteilen mit übermäßigem Verschleiß wird der Austausch gemäß dem bei der Befundung festgelegten Umfang durchgeführt. Ziel ist es, das Aggregat so wiederaufzubauen, dass ein weiterer sicherer Betrieb in der Arbeitsmaschine möglich ist.
Befundung und Regenerierung des Zylinderkopfes
Parallel zu den Arbeiten am unteren Teil des Motors führten wir die Überprüfung des Zylinderkopfes durch. Der Zylinderkopf wird nicht automatisch nur deshalb zum Austausch vorgesehen, weil der Motor eine Überholung benötigt. Zunächst muss geprüft werden, ob seine Konstruktion einen weiteren Betrieb zulässt.
Die Überprüfung des Zylinderkopfes umfasst die Kontrolle der Ventilsitze, des Spiels und der Dichtheit. Es wird auch eine Dichtheitsprüfung durchgeführt, bei der der Zylinderkopf in erwärmtes Wasser eingetaucht und mit Druckluft beaufschlagt wird. Die Beobachtung ermöglicht es festzustellen, ob Stellen vorhanden sind, die auf Undichtigkeiten oder Risse hinweisen.
Je nach Verschleißgrad kann die Regenerierung des Zylinderkopfes das Planen, den Austausch von Ventilführungen und Ventilen umfassen. Der Arbeitsumfang hängt jeweils vom Ergebnis der Befundung ab.
Dieser Ansatz ist besonders wichtig bei Motoren, die in Baumaschinen arbeiten. Die Antriebseinheit wird später Belastungen ausgesetzt, die nicht mit dem ruhigen Lauf eines Pkw-Motors verglichen werden können. Daher sollte jedes Bauteil, das Einfluss auf die Lebensdauer und Dichtheit des Motors hat, entsprechend überprüft werden.
Kraftstoffsystem und Anbauteile des Deutz-Motors
Während der Überholung wird auch der Zustand der Bauteile des Kraftstoffsystems sowie der Anbauteile beurteilt. Je nach verwendeter Konfiguration werden die Elemente kontrolliert, die für die ordnungsgemäße Kraftstoffförderung und dessen Einspritzung in die Zylinder verantwortlich sind.
Bei Bauteilen, die eine Spezialüberprüfung erfordern, können diese außerhalb unseres Betriebs, unter anderem auf entsprechenden Prüfständen, getestet werden. Dies betrifft unter anderem Komponenten der Einspritzanlage, wenn deren Zustand eine genauere Überprüfung erfordert.
Kontrolliert wird auch der Turbolader. Die Überprüfung umfasst unter anderem die Kontrolle des Axial- und Radialspiels. Dies ermöglicht die Beurteilung, ob der Turbolader wiederverwendet werden kann oder eine weitere Reparatur bzw. einen Austausch erfordert.
Wir überprüfen auch die übrigen Anbauteile des Motors, einschließlich elektrischer und elektromechanischer Komponenten. Je nach Zustand können Anlasser, Lichtmaschine und andere mit der Antriebseinheit zusammenwirkende Baugruppen kontrolliert werden.
Professioneller Zusammenbau des Deutz TCD 6.1 L6 Motors
Nach Abschluss aller Reparaturarbeiten begannen wir mit dem Zusammenbau des Deutz TCD 6.1 L6 Motors. Dies ist eine Phase, in der Genauigkeit und die Einhaltung der Reihenfolge der auszuführenden Tätigkeiten von besonderer Bedeutung sind. Selbst ordnungsgemäß überprüfte Teile garantieren keinen einwandfreien Betrieb des Aggregats, wenn die Montage unsachgemäß durchgeführt wird.
Beim Zusammenbau verwenden wir die vorbereiteten und geprüften Bauteile. Die einzelnen Teile des Kurbeltriebs werden unter Einhaltung der erforderlichen Parameter montiert. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dem korrekten Sitz der Lagerschalen, der Montage der Pleuel sowie dem Zusammenwirken aller Elemente mit der Kurbelwelle.
Montiert werden auch die Kolben, Ringe und übrigen Bauteile, die für die Wiederverwendung qualifiziert oder im Rahmen der Überholung ausgetauscht wurden. Gleichzeitig werden die übrigen Baugruppen des Motors vorbereitet, einschließlich Zylinderkopf und Anbauteilen.
In dieser Phase ist auch die ordnungsgemäße Vorbereitung der Verbindungen wichtig. Dichtungen, Leitungen und Montagematerialien müssen entsprechend vorbereitet werden, bevor der Motor wieder in die Maschine eingebaut wird.
Nach dem Zusammenbau wird das Aggregat für den Start und den Test vorbereitet. Wir betrachten die Erstinbetriebnahme jedoch nicht als Ende der Überholung. Sie ist der Beginn der nächsten Phase – der Überprüfung des Motors unter Betriebsbedingungen.
Test des Deutz TCD 6.1 L6 Motors auf dem Motorenprüfstand
Einer der wichtigsten Vorteile unseres Überholungsprozesses ist die Möglichkeit, einen Motorentest auf dem Motorenprüfstand durchzuführen. Dadurch kann das Deutz TCD 6.1 L6 Aggregat noch vor dem Wiedereinbau in den Kramer 8155 Radlader überprüft werden.
Der Prüfstand ermöglicht die Überprüfung des Motors unter Lastbedingungen. Dies ist eine wesentlich wertvollere Prüfung als das bloße Starten des Aggregats im Leerlauf. Ein überholter Motor kann einwandfrei anspringen und ohne Last korrekt laufen, während erst bei der Arbeit unter höherer Belastung Probleme auftreten können. Daher bietet die Möglichkeit, den Test vor dem Einbau in die Maschine durchzuführen, eine zusätzliche Kontrolle über die Qualität der durchgeführten Überholung.
Nach Abschluss des Zusammenbaus wird der Motor gestartet und unter kontrollierten Bedingungen betrieben. Bei überholten Motoren wird der erste Teil des Tests bei geringer Belastung durchgeführt, etwa 20-30% bezogen auf den Nennwert. Der Motor läuft unter diesen Bedingungen für mindestens 16 Stunden.
Diese Phase ermöglicht die Beobachtung des Verhaltens des Aggregats nach der Überholung. Kontrolliert werden seine Laufstabilität, Temperatur, Dichtheit sowie die Grundparameter. Wichtig ist auch die Beobachtung, wie sich der Motor bei längerer Laufzeit verhält und nicht nur für einige Minuten nach dem Starten.
Behält der Motor nach der Phase leichter Arbeit die Grundparameter bei, beginnt die nächste Testphase. Das Aggregat wird mehrfach belastet, um sein Verhalten unter anspruchsvolleren Bedingungen zu prüfen. Dies ermöglicht die Überprüfung der ordnungsgemäßen Funktion des Kurbeltriebs, der Schmierung, der Kühlung sowie der übrigen Anbauteile.
Der Test auf dem Prüfstand ist auch im Hinblick auf den späteren Einbau von Bedeutung. Besteht der Motor die Prüfung vor dem Einbau in die Maschine, haben wir die Möglichkeit, Probleme der Antriebseinheit von eventuellen Problemen in den Systemen der Maschine selbst zu trennen. Dies ist bei der Diagnose von Baumaschinen sehr wichtig, da der Betrieb des Motors auch durch das Zusammenwirken mit den übrigen Systemen beeinflusst wird.
Der Motorenprüfstand ermöglicht somit die Durchführung eines kontrollierten Tests des Aggregats unabhängig von der Maschine. Bei überholten Motoren ist dies ein zusätzlicher Überprüfungsschritt, der die Sicherheit des späteren Einbaus erhöht. Für den Kunden bedeutet dies die Möglichkeit, ein Aggregat zu erhalten, dessen Funktion vor der Rückkehr in den Arbeitseinsatz in der Maschine geprüft wurde.
Ein positives Testergebnis bedeutet, dass der Motor für den Wiedereinbau in den Kramer 8155 vorbereitet werden kann. Das Aggregat wird gesichert und für den Transport oder weitere Arbeiten im Zusammenhang mit der Installation in der Maschine vorbereitet.
Einbau des Motors in den Radlader Kramer 8155
Nach Abschluss der Überholung und erfolgreichem Test auf dem Prüfstand wurde der Deutz TCD 6.1 L6 Motor für den Einbau in den Kramer 8155 Radlader vorbereitet. Der Einbau des Motors ist ein ebenso wichtiger Schritt wie die Überholung selbst. Ein ordnungsgemäß wiederaufgebautes Aggregat muss korrekt mit den Systemen der Maschine verbunden werden, damit es den Betrieb sicher aufnehmen kann.
Die Montagearbeiten werden von unseren Servicetechnikern durchgeführt. Der Motor wird mit Hilfe des vom Kunden bereitgestellten Krans in den Motorraum eingebracht. Anschließend wird das Aggregat in die richtige Position gebracht und an der Maschinenkonstruktion befestigt. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir der korrekten Ausrichtung und Befestigung der Motorhalterungen.
Der nächste Schritt ist der Anschluss der Installationen und Anbauteile. Es werden die Leitungen des Kühlsystems, die Luftleitungen, die Kraftstoffanlage sowie die elektrischen Verbindungen angeschlossen. Bei Bedarf werden Teile der Verrohrung ausgetauscht, die während des langjährigen Betriebs verschlissen sein könnten. Dies betrifft insbesondere Luftleitungen sowie Verbindungen, die Vibrationen und harten Betriebsbedingungen ausgesetzt sind.
Die Verbindungen werden vor dem ersten Start gründlich überprüft. Es geht nicht nur darum, dass alle Leitungen angeschlossen sind. Wichtig ist auch deren Dichtheit und ordnungsgemäße Verlegung. Leitungen dürfen keinen unnötigen Scheuerstellen, übermäßigen Spannungen oder dem Kontakt mit Elementen ausgesetzt sein, die Beschädigungen verursachen könnten.
Vor dem Start bereiten wir die Maschine auch für den Betrieb vor. Es werden Servicearbeiten an Filtern und Betriebsflüssigkeiten durchgeführt, entsprechend dem für das jeweilige Aggregat und die Maschine vorgesehenen Arbeitsumfang. Wir überprüfen auch die Verbindungen und den Zustand der mit dem Motor zusammenwirkenden Elemente.
Der erste Start nach dem Einbau erfolgt unter der Kontrolle unserer Servicetechniker. Wir beobachten den Lauf des Motors, achten auf eventuelle Undichtigkeiten, ungewöhnliche Geräusche sowie das Verhalten des Aggregats bei Veränderung der Betriebsparameter.
Anschließend werden Maschinentests unter Einbindung des Bedieners durchgeführt. Dies ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Montage, da der Bediener Rückmeldungen zum Verhalten des Radladers bei der Ausführung tatsächlicher Arbeitsfunktionen geben kann. Wir prüfen die Funktion der Maschine unter verschiedenen Betriebsbedingungen und beobachten das Zusammenwirken des Motors mit den übrigen Systemen.
Wir kontrollieren auch die Dichtheit der Verbindungen nach dem Warmlaufen des Aggregats sowie während des Betriebs unter Last. Manche Undichtigkeiten zeigen sich erst, wenn der Motor seine Betriebstemperatur erreicht hat, weshalb die Kontrolle nicht nach dem ersten Start endet.
Nach erfolgreichem Abschluss der Tests und der Bestätigung der ordnungsgemäßen Funktion des Motors sowie des Fehlens unerwünschter Leckagen wird ein Montageprotokoll erstellt. Dadurch wird der gesamte Prozess von der Überholung über den Test auf dem Prüfstand bis hin zur Inbetriebnahme der Maschine ordnungsgemäß dokumentiert.
Wartung des Motors nach der Überholung
Eine Motorüberholung bedeutet nicht das Ende der Servicebetreuung. Nach dem Einbau des Aggregats in den Kramer 8155 empfehlen wir die Durchführung der ersten Inspektion nach 50 Betriebsstunden. Diese Inspektion wird von unserem Service durchgeführt, der direkt zum Kunden anreisen kann.
Bei der ersten Inspektion nach 50 Bh beschränken wir uns nicht nur auf den Filterwechsel. Es wird der allgemeine Zustand des Motors und der Anbauteile überprüft. Kontrolliert werden Verbindungen, Leitungen, Dichtheit sowie die einwandfreie Funktion des Aggregats nach der ersten Betriebsphase.
Dies ist ein wichtiger Moment, da sich nach Arbeitsbeginn in der Maschine kleine Details zeigen können, die beim Einbau selbst nicht beobachtet werden konnten. Genau deshalb empfehlen wir, dass die erste Inspektion von dem Service durchgeführt wird, der den Umfang der durchgeführten Überholung und Montage kennt.
Weitere Inspektionen empfehlen wir alle 250 Betriebsstunden durchzuführen, jedoch nicht seltener als alle 3 Monate. Eine regelmäßige Wartung ermöglicht die Kontrolle des Zustands von Motor und übrigen Baugruppen sowie das rechtzeitige Reagieren auf auftretende Unregelmäßigkeiten.
In welchen Maschinen wird der Deutz TCD 6.1 L6 eingesetzt?
Deutz-Motoren der Familie TCD 6.1 L6 finden in vielen Off-Highway-Maschinen Anwendung. Aggregate dieses Typs können unter anderem in Radladern, Baumaschinen, Landmaschinen und Industriemaschinen eingesetzt werden, abhängig von der konkreten Konfiguration des Motors und der Anwendung.
Bei der Suche nach einem Motor oder Ersatzteilen für eine bestimmte Maschine ist die reine Bezeichnung des Aggregats nicht immer ausreichend. Von wichtiger Bedeutung kann die genaue Konfiguration des Motors, die Seriennummer, die Teilenummer sowie die Daten auf dem Typenschild sein.
Daher ist es bei der Auswahl von Teilen oder der Planung einer Überholung des Deutz TCD 6.1 L6 Motors ratsam, die Motornummer, die Maschinennummer oder ein Foto des Typenschilds zu übermitteln. Dies ermöglicht unseren technischen Beratern eine genauere Bestimmung der richtigen Konfiguration des Aggregats.
Service für Deutz-Motoren und Baumaschinen
Die Überholung des Deutz TCD 6.1 L6 im Kramer 8155 zeigt, wie wichtig die Kombination aus richtiger Diagnose, genauer Befundung der Bauteile, professioneller Montage und Tests nach Abschluss der Arbeiten ist. Bei Motoren, die in Baumaschinen arbeiten, lohnt es sich nicht, die Reparatur nur auf das Element zu beschränken, das als erstes Verschleißerscheinungen gezeigt hat.
WIBAKO führt den Service von Deutz-Motoren sowie Reparaturen von Aggregaten durch, die in Bau- und Industriemaschinen eingesetzt werden. Unser mobiler Service führt Demontagen und Montagen von Motoren direkt beim Kunden durch. Demontierte Aggregate können anschließend zu unserem Hauptsitz in Kojszówka transportiert werden, wo wir deren detaillierte Befundung und Überholung durchführen.
Im Rahmen der Arbeiten können wir Überholungen von Kurbeltrieben, Regenerierung von Zylinderköpfen, Überprüfung von Kurbelwellen, Pleueln, Turboladern sowie sonstigen Anbauteile durchführen. Nach Abschluss der Überholung kann der Motor einem Test auf dem Motorenprüfstand unterzogen und anschließend in die Maschine eingebaut werden.
Ein solcher umfassender Ansatz ermöglicht es, das Risiko einer erneuten Demontage des Aggregats nach kurzer Zeit zu minimieren. Jeder Schritt zählt – von der ersten Diagnose an der Maschine über die Messung der Bauteile während der Überholung bis hin zum Test unter Last und der Kontrolle nach dem Einbau.
Zusammenfassung der Überholung des Deutz TCD 6.1 L6 im Kramer 8155
Im Falle des Radladers Kramer 8155 erwies sich der Verschleiß von Bauteilen des Kurbeltriebs, insbesondere der Kurbelwellen- und Pleuellagerschalen, als Ursache für die Notwendigkeit einer Überholung des Deutz TCD 6.1 L6 Motors. Die Erstdiagnose an der Maschine erlaubte die Festlegung der Richtung der weiteren Arbeiten, und die genaue Befundung nach der Demontage bestätigte die Notwendigkeit einer umfassenden Reparatur.
Der Motor wurde zerlegt, gereinigt und befundet. Überprüft wurden Kurbelwelle, Pleuel, Kolben, Ringe, Zylinder, Zylinderkopf sowie Anbauteile. Für den weiteren Betrieb qualifizierte Bauteile wurden entsprechend vorbereitet, während Teile, die einen Austausch oder eine Regenerierung erforderten, entsprechenden Arbeiten unterzogen wurden.
Nach dem Zusammenbau wurde der Deutz TCD 6.1 L6 Motor gestartet und auf dem Motorenprüfstand getestet. Der Test unter Last ermöglichte die Überprüfung des Verhaltens des Aggregats vor seiner Rückkehr in die Maschine. Anschließend wurde der Motor in den Kramer 8155 eingebaut, und alle wichtigen Verbindungen und Systeme wurden überprüft.
Nach dem Einbau führten wir Maschinentests unter Einbindung des Bedieners sowie eine Dichtheitsprüfung durch. Das positive Ergebnis der Prüfungen erlaubte die Übergabe des Radladers für den weiteren Arbeitseinsatz.
Bei einem überholten Motor ist die weitere Wartung von besonderer Bedeutung. Die erste Inspektion empfehlen wir nach 50 Betriebsstunden, weitere alle 250 Bh, jedoch nicht seltener als alle 3 Monate. Eine regelmäßige Kontrolle ermöglicht es, den Motor in ordnungsgemäßem Zustand zu halten und rechtzeitig auf eventuelle Unregelmäßigkeiten zu reagieren.
Nützliche Informationen und interne Links
Kontaktieren Sie uns
Benötigen Sie eine Überholung des Deutz TCD 6.1 L6 Motors oder einen Service für den Kramer 8155 Radlader? WIBAKO führt umfassende Diagnosen, Überholungen, Tests auf dem Motorenprüfstand sowie die Montage von Motoren in Baumaschinen durch. Kontaktieren Sie uns, um den Arbeitsumfang zu vereinbaren.