Motorüberholung Liebherr D926 TI-E (230 kW) im Mobilkran Liebherr LTM 1050/1
Umfassender Service für den Mobilkran Liebherr LTM 1050/1
Ein Mobilkran Liebherr LTM 1050/1, ausgestattet mit einem Liebherr D926 TI-E Motor mit 230 kW, wurde an unseren Service geliefert. Die Maschine war bei Infrastrukturinvestitionen in der Nähe von Katowice in der Woiwodschaft Schlesien im Einsatz. Der Bediener meldete einen schrittweisen Leistungsverlust, erhöhten Motorölverbrauch und starke Rauchentwicklung unter Last. Zusätzlich traten beim Kaltstart Probleme mit der Aufrechterhaltung einer stabilen Drehzahl auf.
Das Modell Liebherr LTM 1050/1 ist ein beliebter All-Terrain-Mobilkran, der in der Bauwirtschaft, Energiewirtschaft und Industrie eingesetzt wird. Die Konstruktion der Maschine ermöglicht eine effiziente Bewegung sowohl auf öffentlichen Straßen als auch auf Baustellen mit schwierigen Geländebedingungen. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung und der stundenlangen Nutzung benötigt die Antriebseinheit regelmäßige Wartung und Kontrolle der Betriebsparameter.
Der in Liebherr-Kranen eingesetzte Motor D926 TI-E ist ein Sechszylinder-Dieselmotor, der für schwere Lasten ausgelegt ist. Motoren dieser Serie werden für ihre Langlebigkeit geschätzt, jedoch kommt es bei hoher Laufleistung oder unsachgemäßer Wartung zum Verschleiß des Kurbel-Kolben-Systems und der Anbauteile. In diesem Fall ergab die Diagnose einen übermäßigen Verschleiß von Zylindern und Kolben, was zu einem Kompressionsverlust führte.
Unser mobiler Dieselmotoren-Service führte eine vollständige Diagnose der Maschine direkt beim Kunden durch. Nach Bestätigung der Notwendigkeit einer Generalüberholung wurde der Motor mit einem vom Maschinenbesitzer bereitgestellten Kran ausgebaut und zu unserem Hauptsitz in Kojszówka transportiert, wo wir eine umfassende Überholung der Antriebseinheit einschließlich Tests auf dem Motorprüfstand durchführten.
Initialdiagnose des D926 TI-E Motors
Der Diagnoseprozess begann mit der Kontrolle der Motorbetriebsparameter direkt im Liebherr LTM 1050/1 Kran. Der Bediener berichtete von einem deutlichen Leistungsabfall während des Auslegerbetriebs und erhöhtem Ölverbrauch. Bei der ersten Inspektion stellten wir eine intensive Rauchentwicklung aus dem Abgassystem unter Last sowie einen unruhigen Leerlauf fest.
Im ersten Schritt führten wir eine Messung des Öldrucks und eine Kontrolle der Parameter des Kühlsystems durch. Anschließend wurde eine Kompressionsdruckmessung an allen Zylindern durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten signifikante Unterschiede zwischen den einzelnen Zylindern, was auf einen Verschleiß der Komponenten des Kurbel-Kolben-Systems hindeutete. Zusätzlich führten wir eine endoskopische Inspektion des Zylinderinneren durch, bei der Verschleißspuren an den Laufbuchsenoberflächen und übermäßige Verkokung festgestellt wurden.
Zur Bestätigung des Schadens wurden ein Zylinderdichtheitstest und eine Abgasanalyse durchgeführt. Die Untersuchungen bestätigten Blow-by-Gase in das Kurbelgehäuse und eine unvollständige Gemischverbrennung. Nach Abschluss der Diagnose wurde die Entscheidung getroffen, eine komplette Überholung des Liebherr D926 TI-E Motors durchzuführen.
Ausbau des Motors aus dem Liebherr LTM 1050/1 Mobilkran
Der Motorausbau wurde durch unseren mobilen Service in der Nähe von Katowice durchgeführt. Aufgrund der Konstruktion des Mobilkrans und des begrenzten Arbeitsraums erforderte der gesamte Prozess eine entsprechende Vorbereitung des Arbeitsplatzes sowie die Sicherung der Hydraulikkomponenten und der elektrischen Anlage.
Vor Beginn des Ausbaus wurden die Batterien abgeklemmt und das elektrische System der Maschine gesichert. Anschließend wurden die Betriebsflüssigkeiten abgelassen und Anbauteile demontiert, die die Entnahme der Antriebseinheit behinderten. Besondere Aufmerksamkeit galt der Sicherung der Hydraulikleitungen, des Kühlsystems und der Ansaugleitungen.
Der Motor wurde vom Getriebe und den Halterungen am Tragrahmen getrennt. Der gesamte Vorgang wurde mit einem vom Kunden bereitgestellten Kran durchgeführt. Nach der Entnahme der Antriebseinheit erfolgte eine zusätzliche Kontrolle des Motorraums, der Halterungen und der Hilfseinrichtungen. Alle Leitungen und Anschlüsse wurden markiert, um beim Wiedereinbau die volle Übereinstimmung mit der Servicedokumentation zu gewährleisten.
Nach der Vorbereitung für den Transport wurde der Motor zu unserem Servicestützpunkt in Kojszówka transportiert, wo die detaillierte Überprüfung aller Komponenten begann.
Überprüfung des Liebherr D926 TI-E Motors
Nach der Anlieferung der Antriebseinheit in die Werkstatt begannen wir mit der vollständigen Zerlegung des Motors. Bereits bei der ersten Inspektion bestätigten sich der übermäßige Verschleiß der Zylinderlaufbuchsen und Spuren von Blow-by an den Kolben. In der Ölwanne befanden sich zudem kleine Metallspäne, die auf einen fortschreitenden Verschleiß der beweglichen Teile hindeuteten.
Die Überprüfung der Kurbelwelle umfasste die Messung der Haupt- und Pleuellagerzapfen, die Kontrolle der Ölkanäle sowie die Prüfung des Wellenschlags. Trotz Verschleißspuren war die Welle durch Schleifen auf das entsprechende Übermaß regenerierbar.
Die Pleuelstangen wurden auf Verbiegung und Verdrehung sowie auf Überhitzung und Mikrorisse untersucht. Die Überprüfung ergab die Notwendigkeit, einen Teil der Pleuelschrauben und der Kolbenbolzenbuchsen zu ersetzen.
Der Zylinderkopf wurde einer Dichtheitsprüfung im beheizten Wasserbad unterzogen. Die Kontrolle ergab Undichtigkeiten an den Ventilsitzen und Verschleiß an den Ventilführungen. Zusätzlich wurde der Zustand der Nockenwelle überprüft, deren Nocken mäßigen betriebsbedingten Verschleiß aufwiesen.
Ebenfalls wurde der Turbolader durch Messung des Axial- und Radialspiels des Rotors überprüft. Das Einspritzsystem wurde zur Kontrolle auf den Prüfstand geschickt, wo ein ungleichmäßiger Betrieb einiger Einspritzdüsen bestätigt wurde.
Instandsetzung und Reparatur des D926 TI-E Motors
Der Wiederaufbau des Motors begann mit der Regeneration des Blocks und des Kurbel-Kolben-Systems. Die Zylinder wurden bearbeitet und der Block für die Montage neuer Laufbuchsen vorbereitet. Es wurden neue Kolben, Kolbenringe sowie ein kompletter Satz Haupt- und Pleuellager verwendet.
Die Kurbelwelle wurde professionell geschliffen, gefolgt von einer Wuchtkontrolle und der Prüfung der Durchgängigkeit der Ölkanäle. Alle Komponenten wurden gründlich gereinigt und gemäß der Herstellerdokumentation für die Montage vorbereitet.
Die Zylinderkopfregeneration umfasste das Planen der Dichtfläche, den Austausch von Ventilführungen und Ventilen sowie die Bearbeitung der Ventilsitze. Nach Abschluss der Arbeiten bestand der Kopf erneut die Dichtheitsprüfung.
Das Kraftstoffsystem wurde umfassend gewartet. Die Einspritzdüsen wurden auf dem Prüfstand getestet und beschädigte Elemente ersetzt. Die Einspritzpumpe wurde zur spezialisierten Regeneration an einen mit unserem Service kooperierenden Fachbetrieb übergeben.
Im Rahmen der Reparatur wurden auch der Turbolader regeneriert sowie Lichtmaschine und Anlasser kontrolliert. Ölleitungen, Dichtungen und Komponenten des Kühlsystems, die für die korrekte Betriebstemperatur verantwortlich sind, wurden ersetzt.
Der Zusammenbau des Motors erfolgte nach den Liebherr-Serviceverfahren. Jedes Element wurde unter Einhaltung der entsprechenden Anzugsmomente und Einbauspielräume montiert. Nach Abschluss der Montage wurden erste Dichtheitstests durchgeführt und der Motor für die Prüfstandsläufe vorbereitet.
Motortest auf dem Prüfstand
Einer der wichtigsten Schritte des gesamten Prozesses war der Test auf dem Motorprüfstand. Unser Unternehmen gehört zu einer kleinen Gruppe von Dieselmotoren-Services, die in der Lage sind, Antriebseinheiten vor ihrem Einbau in die Maschine vollständig zu testen. Dadurch erhält der Kunde einen geprüften Motor, dessen Betriebsparameter bereits vor dem Transport zum Montageort verifiziert wurden.
Der Liebherr D926 TI-E Motor wurde auf dem Prüfstand montiert und an Messsysteme zur Kontrolle von Temperatur, Öldruck, Ladedruck, Verbrennungsparametern und Betriebsstabilität unter Last angeschlossen. Die erste Testphase umfasste das Einfahren der Einheit über mehrere Stunden bei einer Teillast von etwa 20-30 % des Nennwerts.
Während der Tests überwachten unsere Mechaniker das Verhalten des Motors bei verschiedenen Drehzahlbereichen. Es wurden die Dichtheit aller Systeme, die Temperaturstabilität und die Schmierparameter kontrolliert. Regelmäßig wurden die Ölfiltration und das Vorhandensein etwaiger Verunreinigungen überprüft, die auf einen fehlerhaften Betrieb der Komponenten hindeuten könnten.
Nach Abschluss der ersten Einfahrphase wurde der Motor mehrfach unter Volllast getestet. Der Prüfstand ermöglichte eine genaue Überprüfung der erreichten Leistung sowie der Reaktion des Motors auf dynamische Lastwechsel, die für den Betrieb eines Mobilkrans charakteristisch sind. Die Tests bestätigten die korrekte Funktion des Kraftstoffsystems, des Turboladers und des Kühlsystems.
Ein großer Vorteil von Prüfstandstests ist die Möglichkeit, potenzielle Probleme zu erkennen, bevor der Motor in die Maschine eingebaut wird. In der Praxis bedeutet dies eine Reduzierung des Ausfallrisikos und zusätzlicher Kosten für den Kunden. Dank modernster Messapparatur sind wir in der Lage, die Betriebsparameter genau zu analysieren und mit den Nennwerten des Herstellers zu vergleichen.
Nach Abschluss aller Tests wurden die Kontrollfilter gewechselt und das Innere des Schmiersystems erneut inspiziert. Der Motor erreichte die korrekten Betriebsparameter und wurde für den Einbau in den Liebherr LTM 1050/1 Kran freigegeben.
Montage des Motors im Mobilkran
Die Montage der Antriebseinheit führten wir erneut beim Kunden in der Nähe von Katowice durch. Vor der Installation wurde der Motorraum vorbereitet und eine gründliche Kontrolle der Hydraulikleitungen, Halterungen und Kühlsystemkomponenten durchgeführt.
Der Motor wurde mit Hilfe des vom Kunden bereitgestellten Krans eingesetzt. Während der Montage wurde besonderes Augenmerk auf die korrekte Ausrichtung der Halterungen und die Verbindung des Motors mit dem Antriebssystem des Krans gelegt. Alle Kraftstoff-, Öl- und Ansaugleitungen wurden sorgfältig auf Dichtheit geprüft.
Ein Teil der Ansaugleitungen sowie Gummielemente mit Alterungserscheinungen wurden ersetzt. Zudem wurden der Zustand der Kühler und die Funktion der Lüfter kontrolliert, die für die Aufrechterhaltung der Motorbetriebstemperatur verantwortlich sind.
Nach Abschluss der Montage erfolgte der erste Start der Einheit im Beisein des Maschinenbedieners. Unsere Mechaniker führten eine Reihe von Arbeitstests durch, die den Kranbetrieb unter Last, die Reaktion des Motors auf Drehzahländerungen und die Kontrolle aller Betriebsparameter umfassten.
Während der Tests wurden die Dichtheit der Verbindungen, der korrekte Betrieb des Kraftstoffsystems und das Fehlen von Öl- oder Kühlmittellecks überprüft. Nach erfolgreichem Abschluss der Tests wurde ein Montageprotokoll erstellt und die Maschine für den weiteren Betrieb übergeben.
Service nach der Überholung
Jeder von uns überholte Motor ist durch eine Garantie abgedeckt und bietet die Möglichkeit einer weiteren Servicebetreuung. Im Fall des Liebherr D926 TI-E Motors empfahlen wir die erste Inspektion nach 50 Betriebsstunden. Bei dieser Inspektion kontrollieren unsere Mechaniker die Dichtheit der Verbindungen, den Zustand der Filter und die Betriebsparameter der Einheit.
Weitere Inspektionen werden alle 250 Betriebsstunden oder mindestens alle drei Monate durchgeführt. Eine regelmäßige Wartung ermöglicht es, die hohe Langlebigkeit der Antriebseinheit zu erhalten und das Risiko schwerwiegender Ausfälle während des Kranbetriebs zu minimieren.
Maschinen, die den Liebherr D926 TI-E Motor verwenden
Der Liebherr D926 TI-E Motor findet in vielen Off-Highway-Maschinen sowie in Geräten der Bau- und Industriebranche Anwendung. Diese Einheit wird unter anderem in Liebherr-Mobilkranen, Umschlagmaschinen und spezialisierten Geländefahrzeugen eingesetzt.
Aufgrund der robusten Konstruktion sind Motoren dieser Serie in Maschinen beliebt, die täglich viele Stunden unter hoher Last arbeiten. Gleichzeitig erfordern sie eine regelmäßige Wartung und professionelle Diagnostik, insbesondere bei hohen Laufleistungen.
Zusammenfassung der Motorüberholung Liebherr D926 TI-E
Die umfassende Überholung des D926 TI-E Motors im Mobilkran Liebherr LTM 1050/1 ermöglichte es, die volle Leistungsfähigkeit der Maschine wiederherzustellen und Probleme im Zusammenhang mit Kompressionsverlust und übermäßigem Ölverbrauch zu beseitigen. Dank vollständiger Diagnose, professioneller Regeneration der Komponenten und Tests auf dem Motorprüfstand erhielt der Kunde eine geprüfte Einheit, die für den weiteren intensiven Einsatz bereit ist.
Unser Baumaschinenservice führt umfassende Reparaturen von Dieselmotoren, mobile Demontagen und Montagen sowie professionelle Tests auf dem Motorprüfstand durch. Wir betreuen Mobilkrane, Bagger, Lader, Brecher, Siebanlagen und andere Off-Highway-Maschinen in ganz Polen.
Für Liebherr-Motoren führen wir sowohl Generalüberholungen als auch laufende Wartungsarbeiten durch. Dank der Erfahrung unserer Mechaniker und unserer spezialisierten technischen Ausstattung sind wir in der Lage, selbst anspruchsvollste Schäden effektiv zu diagnostizieren und zu beheben.
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