Überholung des Deutz TCD 6.1 L6 Motors im Fuchs MHL 340 F

Wenn ein Umschlagbagger plötzlich deutlich an Leistung verliert, der Ölverbrauch steigt und zunehmend Rauch aus der Abgasanlage kommt, kann eine weitere Nutzung schnell zu schwerwiegenderen Motorschäden führen. Beim Fuchs MHL 340 F war der fortschreitende Verschleiß der Komponenten des Kurbeltrieb- und Kolbensystems der Grund für die notwendige Motorüberholung. Die festgestellten Symptome deuteten vor allem auf eine nachlassende Zylinderabdichtung und eine Verschlechterung der Motorleistung hin.

Der Fuchs MHL 340 F ist ein Mobilbagger für intensive Umschlagarbeiten. Je nach Ausstattung kann die Maschine für den Einsatz bei Schrott, Abfällen, Holz und anderen Materialien mit großer Reichweite konfiguriert werden. Der MHL 340 F ist mit dem sechszylindrigen Reihenmotor Deutz TCD 6.1 L6 ausgestattet.

Der Deutz TCD 6.1 L6 ist ein Dieselmotor, der für den Einsatz in mobilen Maschinen entwickelt wurde. Es handelt sich um einen Sechszylinder-Reihenmotor mit Turboaufladung und Direkteinspritzung. Je nach Emissionsstufe und Ausführung der Maschine können unterschiedliche Systeme zur Abgasnachbehandlung eingesetzt werden.

In diesem Fall umfasste der Arbeitsumfang die Diagnose des Motors in der Maschine, den Ausbau des Aggregats, die detaillierte Prüfung der wichtigsten Komponenten, die Motorüberholung, den Wiedereinbau in den Fuchs MHL 340 F sowie einen Belastungstest auf dem Motorenprüfstand. Dadurch konnte der Motor nicht nur nach der Montage, sondern auch unter kontrollierter Belastung überprüft werden.

Diagnose des Deutz TCD 6.1 L6 Motors in der Maschine

Vor dem Ausbau des Motors musste zunächst festgestellt werden, ob die festgestellten Probleme tatsächlich durch den Zustand des Motors verursacht wurden oder ob möglicherweise Anbauteile beziehungsweise andere mit dem Motor zusammenarbeitende Systeme dafür verantwortlich waren. Bei einer Maschine wie dem Fuchs MHL 340 F ist eine sorgfältige Diagnose besonders wichtig, da der Motor bei Umschlagarbeiten unter wechselnden Lastbedingungen arbeitet.

Zu Beginn wurde das Verhalten des Motors beim Starten und im Leerlauf überprüft. Kontrolliert wurden das Startverhalten, die Stabilität des Motorlaufs, die Reaktion auf steigende Drehzahlen sowie das Verhalten bei zunehmender Belastung. Zusätzlich achteten unsere Mechaniker auf ungewöhnliche Geräusche und eine verstärkte Rauchentwicklung aus der Abgasanlage.

Anschließend wurden der Motorölstand und der Zustand des Schmieröls sowie die Komponenten des Schmiersystems kontrolliert. Bei verschlissenen Zylindern, Kolben und Kolbenringen kann ein erhöhter Ölverbrauch eines der charakteristischen Symptome sein. Gleichzeitig wurde geprüft, ob Hinweise auf einen übermäßigen Verschleiß weiterer Komponenten des Schmiersystems vorhanden waren.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Diagnose war die Beurteilung des Zustands der Zylinder. Dazu wurden die Kompression und die Dichtheit der einzelnen Zylinder überprüft. Die Messergebnisse zeigten eine Verschlechterung der Motorparameter. Zusammen mit den während des Betriebs beobachteten Symptomen bildeten diese Ergebnisse die Grundlage für die weitere mechanische Diagnose.

Bei einem Verdacht auf Verschleiß des Kurbeltrieb- und Kolbensystems reicht eine elektronische Diagnose allein nicht aus. Deshalb wurde entschieden, den Motor auszubauen und in unserer Werkstatt vollständig zu überprüfen. Erst durch die Demontage können Kolben, Kolbenringe, Zylinderflächen, Lager und Kurbelwelle direkt beurteilt und vermessen werden.

Ausbau des Motors aus dem Fuchs MHL 340 F

Der Ausbau eines Motors aus einem Mobilbagger erfordert eine sorgfältige Vorbereitung der Maschine und eine kontrollierte Reihenfolge der Arbeiten. Der Ausbau des Motors erfolgt bei unseren Servicearbeiten immer mit einem vom Kunden bereitgestellten Kran. Vor Beginn der Arbeiten wird die Maschine entsprechend vorbereitet und die im Motorraum verbleibenden Komponenten werden geschützt.

Zunächst wurden die Leitungen und Komponenten getrennt, die mit dem Betrieb des Motors verbunden sind. Dazu gehörten elektrische Anschlüsse, Kraftstoffleitungen, Kühlmittelleitungen, Luftführungen und Teile der Abgasanlage. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei den Leitungen, Schläuchen und Anschlussstellen, damit diese beim weiteren Ausbau nicht beschädigt wurden.

Auch die Verbindungen zwischen dem Motor und den übrigen Maschinensystemen wurden getrennt. Vor dem Anheben wurden die Motorlagerungen und Anschlagpunkte kontrolliert. Anschließend wurde der Deutz TCD 6.1 L6 für das Herausheben mit dem Kran vorbereitet. Während des gesamten Vorgangs musste sichergestellt werden, dass der Motor stabil bleibt und keine Leitung oder Befestigung ungewollt mit dem Aggregat verbunden bleibt.

Nach dem Ausbau wurde der Motor gesichert und zu unserem Standort in Kojszówka transportiert. Dort konnte die vollständige Überholung unter Werkstattbedingungen durchgeführt werden. Nach der Montage bestand außerdem die Möglichkeit, den Motor auf unserem Motorenprüfstand unter Belastung zu testen, bevor er wieder in den Fuchs MHL 340 F eingebaut wurde.

Überprüfung des Deutz TCD 6.1 L6 Motors in der Werkstatt

Nach der Anlieferung wurde der Motor für die Demontage vorbereitet. Wenn ein Motor als überholungsbedürftig eingestuft wird, werden seine Komponenten vollständig zerlegt, gereinigt und überprüft. Wir beschränken uns dabei nicht auf den Austausch von Teilen, die äußerlich offensichtlich verschlissen sind. Jede wichtige Komponente wird hinsichtlich ihres tatsächlichen Zustands beurteilt.

Zunächst wurde der äußere Zustand des Motors und seiner Anbauteile kontrolliert. Anschließend wurde der Motor in seine einzelnen Baugruppen zerlegt. Dabei bestätigte sich der zuvor vermutete Verschleiß des Kurbeltrieb- und Kolbensystems.

An den Zylinderflächen waren Verschleißspuren erkennbar, die mit den zuvor in der Maschine festgestellten Symptomen übereinstimmten. Die Zylinderflächen, Kolben und Kolbenringe wurden überprüft. Auch die Kurbelwelle und die Lager wurden kontrolliert. Durch genaue Messungen konnte festgestellt werden, welche Komponenten weiterverwendet werden konnten und welche ersetzt oder regeneriert werden mussten.

Die Kurbelwelle wurde einer Sichtprüfung auf Verschleiß, Überhitzungsspuren und mögliche Beschädigungen unterzogen. Die Lagerstellen und der Rundlauf der Kurbelwelle wurden vermessen. Außerdem wurden die Ölkanäle kontrolliert. Die Pleuel wurden auf Risse, Überhitzungsspuren, Verschleiß und korrekte Geometrie überprüft. Auch die Pleuelschrauben wurden kontrolliert.

Parallel dazu wurde der Zylinderkopf überprüft. Kontrolliert wurden unter anderem die Ventilsitze, Ventilführungen und Ventile sowie die Dichtheit des Zylinderkopfs. Bei der Dichtheitsprüfung wird der Zylinderkopf in erwärmtes Wasser getaucht und mit Druckluft beaufschlagt. Austretende Luft kann auf Undichtigkeiten oder Risse hinweisen.

Auch der Turbolader wurde überprüft. Dabei wurden insbesondere das axiale und radiale Spiel der Welle kontrolliert. Abhängig vom Ergebnis der Prüfung kann der Turbolader für die weitere Verwendung freigegeben oder zur Regeneration vorgesehen werden.

Überholung des Kurbeltrieb- und Kolbensystems

Der wichtigste Teil der Überholung des Deutz TCD 6.1 L6 war in diesem Fall die Instandsetzung des Kurbeltrieb- und Kolbensystems. Der Verschleiß von Zylindern und Kolben beeinflusst unmittelbar die Abdichtung des Brennraums, die Kompression und die Fähigkeit des Motors, die erforderlichen Betriebsparameter zu erreichen.

Nach der Demontage und gründlichen Reinigung der Komponenten wurden Messungen durchgeführt, um den erforderlichen Reparaturumfang festzulegen. Überprüft wurden die Zylinderflächen, Kolben, Kolbenringe, Lager, Pleuel und die Kurbelwelle. Komponenten, deren Zustand eine zuverlässige weitere Nutzung nicht mehr zuließ, wurden ersetzt.

Eine Motorüberholung bedeutet nicht lediglich, den Motor wieder startfähig zu machen. Entscheidend ist das korrekte Zusammenspiel aller Komponenten. Neue oder regenerierte Bauteile müssen mit den übrigen Komponenten des Motors korrekt zusammenarbeiten. Deshalb werden die relevanten Maße vor der Montage kontrolliert und während des Zusammenbaus erneut überprüft.

Die Kurbelwelle wurde sorgfältig auf Verschleiß kontrolliert. Wenn ihr Zustand eine weitere Verwendung zulässt, kann sie nach entsprechender Prüfung wieder eingesetzt werden. Wenn die zulässigen Maße überschritten wurden, ist eine Regeneration erforderlich. Diese umfasst das Schleifen der Kurbelwelle auf das erforderliche Reparaturmaß.

Die Kontrolle der Lager ist für die Lebensdauer des Motors besonders wichtig. Ein schlechter Zustand der Lager kann die Schmierung beeinträchtigen und zu weiterem Verschleiß der zusammenarbeitenden Oberflächen führen. Deshalb werden während der Überholung der Zustand der Lagerflächen, die korrekte Anpassung sowie die Sauberkeit des Schmiersystems genau kontrolliert.

Regeneration des Zylinderkopfs

Nach dem Ausbau wurde der Zylinderkopf gründlich gereinigt und überprüft. Die Prüfung umfasste den Zustand der Ventilsitze, Ventilführungen und Ventile. Zusätzlich wurde die Dichtheit des Zylinderkopfs kontrolliert.

Der Umfang der Zylinderkopfregeneration richtet sich immer nach dem tatsächlichen Zustand des Bauteils. Zur Regeneration gehört die Bearbeitung beziehungsweise das Planen der Dichtfläche. Je nach Verschleißgrad werden außerdem Ventilführungen und Ventile ersetzt. Ziel ist es, die erforderliche Geometrie und Dichtheit des Zylinderkopfs wiederherzustellen.

Nach Abschluss der Arbeiten wurde der Zylinderkopf für die Montage vorbereitet. Die einzelnen Arbeitsschritte wurden entsprechend der erforderlichen Montagefolge durchgeführt. Der Zustand des Zylinderkopfs hat direkten Einfluss auf die Funktion des Motors nach der Überholung und ist daher ein wichtiger Bestandteil der gesamten Reparatur.

Kraftstoffsystem und Anbauteile des Deutz TCD 6.1 L6

Während der Überholung wurden auch die Anbauteile des Motors überprüft. Eine solche Kontrolle reduziert das Risiko, dass ein mechanisch überholter Motor nach dem Einbau aufgrund eines Problems an einem Anbauteil weiterhin nicht die erforderlichen Betriebsparameter erreicht.

Der Turbolader wurde hinsichtlich seines axialen und radialen Spiels kontrolliert. Auch elektrische und elektromechanische Komponenten wurden überprüft, da deren Zustand einen direkten Einfluss auf das Startverhalten und den Betrieb des Motors haben kann.

Die Komponenten des Kraftstoffsystems werden entsprechend ihrer Bauart und ihres tatsächlichen Zustands beurteilt. Wenn eine weitergehende Diagnose erforderlich ist, können die Komponenten auf einem Prüfstand getestet werden. Auf diese Weise lässt sich ihr tatsächlicher Zustand feststellen, anstatt Teile ohne bestätigten Fehler vorsorglich auszutauschen.

Bei der Montage wurde außerdem besonderes Augenmerk auf die Komponenten der Luftzufuhr gelegt. Die Dichtheit des Ansaugsystems ist für einen aufgeladenen Dieselmotor besonders wichtig. Deshalb wurden die Luftleitungen, Anschlussstellen und Schlauchschellen sorgfältig kontrolliert.

Professioneller Zusammenbau des Motors

Nach Abschluss der Überprüfung und der Vorbereitung aller Komponenten begann der Zusammenbau des Deutz TCD 6.1 L6. Die Montage wurde schrittweise durchgeführt, wobei die einzelnen Baugruppen während des Zusammenbaus kontrolliert wurden. Ziel war nicht nur eine korrekte mechanische Montage, sondern auch die Vorbereitung des Motors auf den späteren Belastungstest.

Die vorbereiteten Komponenten des Kurbeltrieb- und Kolbensystems, der Zylinderkopf, die Steuerung und die übrigen Anbauteile wurden montiert. Besonderes Augenmerk wurde auf die korrekte Verbindung des Schmier- und Kühlsystems gelegt. Vor dem Start musste auch das Kraftstoffsystem entsprechend vorbereitet und der Motor für einen sicheren ersten Betrieb eingerichtet werden.

Die Kontrolle aller Verbindungen ist ein wichtiger Bestandteil der Montage. Sämtliche Leitungen, Befestigungen und Anbauteile müssen korrekt installiert werden. Besonders genau werden Stellen kontrolliert, an denen Öl, Kraftstoff oder Kühlmittel austreten könnten. Auch die Verbindungen der Luftleitungen werden geprüft, da bereits eine kleine Undichtigkeit im Ansaugsystem die Funktion der Aufladung beeinträchtigen kann.

Nach dem Zusammenbau wurde der Motor für den ersten Start und den Prüfstandstest vorbereitet. Wir betrachten die Arbeit nicht als abgeschlossen, nur weil der Motor startet. Der Start ist vielmehr der Beginn der Überprüfung des Ergebnisses der durchgeführten Überholung. Anschließend folgt der Test auf dem Motorenprüfstand.

Belastungstest des Deutz TCD 6.1 L6 auf dem Motorenprüfstand

Einer der wichtigsten Schritte des gesamten Prozesses ist der Test des Deutz TCD 6.1 L6 auf unserem Motorenprüfstand. Dadurch kann der Motor unter kontrollierten Belastungsbedingungen überprüft werden, bevor er wieder in den Fuchs MHL 340 F eingebaut wird. Dies ist bei einem überholten Motor besonders wichtig, da ein stabiler Leerlauf allein noch nicht bestätigt, dass die Einheit über den gesamten Betriebsbereich korrekt arbeitet.

Nach dem Zusammenbau wird der Motor gestartet und für den Betrieb auf dem Prüfstand vorbereitet. In der ersten Phase arbeitet der Motor mit einer geringeren Belastung. Ein überholter Motor soll zunächst unter kontrollierten Bedingungen arbeiten, während seine Parameter während der folgenden Testphasen überwacht werden. Bei Motoren nach einer Überholung ist eine Betriebszeit von mindestens 16 Stunden unter leichter Belastung vorgesehen, wobei die Belastung etwa 20-30% der Nennleistung beträgt.

Diese Phase ermöglicht es uns, die Stabilität des Motors zu beobachten und das Verhalten der Komponenten zu kontrollieren, die ersetzt oder regeneriert wurden. Überwacht werden unter anderem die grundlegenden Betriebsparameter, das Verhalten des Schmiersystems, die Temperatur und die Reaktion des Motors auf Änderungen der Belastung.

Wenn der Motor während der Phase mit geringer Belastung stabile und korrekte Parameter zeigt, beginnt die nächste Testphase. Die Belastung wird schrittweise erhöht. Dadurch lässt sich überprüfen, wie sich der Motor unter Bedingungen verhält, die den späteren Einsatz in der Maschine stärker widerspiegeln.

Der Motor wird wiederholt belastet, während sein Verhalten bei unterschiedlichen Betriebsbedingungen überwacht wird. So kann nicht nur geprüft werden, ob die erforderliche Leistung erreicht wird, sondern auch, ob der Motor während längerer Betriebsphasen stabil arbeitet. Dies ist beim Einsatz in einem Fuchs MHL 340 F besonders wichtig, da ein Umschlagbagger häufig viele Stunden unter wechselnden Belastungen arbeitet.

Der Motorenprüfstand reduziert außerdem das Risiko, einen Motor in die Maschine einzubauen, bei dem ein Problem erst während des praktischen Einsatzes auftreten würde. Sollte während des Tests eine Unregelmäßigkeit festgestellt werden, kann der Motor gestoppt, eine zusätzliche Diagnose durchgeführt und das Problem noch vor der Auslieferung beziehungsweise Montage in der Maschine behoben werden.

Der Prüfstandstest ist daher ein integraler Bestandteil der Überholung des Deutz TCD 6.1 L6. Er verbindet die mechanischen Arbeiten in der Werkstatt mit der späteren Montage in der Maschine. Erst nach erfolgreichem Abschluss des Tests wird der Motor für den Wiedereinbau in den Fuchs MHL 340 F vorbereitet.

Einbau des Motors in den Fuchs MHL 340 F

Nach Abschluss der Prüfstandstests wurde der Motor für den Wiedereinbau in den Fuchs MHL 340 F vorbereitet. Wir betrachten den Einbau des Motors als eigenständige Arbeitsphase, da auch ein fachgerecht überholter Motor korrekt mit den übrigen Systemen der Maschine verbunden werden muss.

Der Motor wird mit einem vom Kunden bereitgestellten Kran in den Motorraum abgesenkt. Während des Absenkens wird seine Position zu den Befestigungspunkten kontrolliert. Die korrekte Positionierung des Motors und die Ausrichtung aller Befestigungspunkte sind entscheidend. Nach dem Einsetzen werden die Motorlager und Befestigungselemente kontrolliert.

Anschließend werden das Kühlsystem, die Luftzufuhr, die Abgasanlage, das Kraftstoffsystem und die elektrischen Anschlüsse verbunden. Der Zustand der Leitungen und Schläuche wird kontrolliert. Wenn eine Leitung verschlissen oder beschädigt ist oder ihr Zustand die spätere Betriebssicherheit beeinträchtigen könnte, muss sie entsprechend vorbereitet oder ersetzt werden. Besonderes Augenmerk gilt den Luftleitungen und deren Verbindungen.

Nach Abschluss aller Verbindungen werden sämtliche kritischen Bereiche auf Dichtheit geprüft. Kontrolliert werden die Schläuche des Kühlsystems, Ölanschlüsse, Kraftstoffleitungen und das Ansaugsystem. Vor dem ersten Start werden außerdem die erforderlichen Betriebsflüssigkeiten eingefüllt und die Filter entsprechend dem Umfang der durchgeführten Arbeiten vorbereitet.

Der erste Motorstart nach der Montage erfolgt in Anwesenheit unserer Servicetechniker. Nach dem Start beobachten wir den Motorlauf, kontrollieren mögliche Undichtigkeiten und prüfen die Reaktion des Motors auf Veränderungen der Drehzahl. Anschließend werden weitere Funktionstests der Maschine durchgeführt.

Die Zusammenarbeit mit dem Bediener des Fuchs MHL 340 F ist ein wichtiger Bestandteil dieser Tests. Der Bediener kennt das Verhalten und die Arbeitsweise der Maschine am besten. Während der Tests kann deshalb überprüft werden, wie sich der Motor bei realen Arbeitsbewegungen verhält. Kontrolliert werden die Reaktion auf zunehmende Belastung, das Verhalten bei Drehzahländerungen sowie die Zusammenarbeit des Motors mit den übrigen Maschinensystemen.

Auch nach Erreichen der Betriebstemperatur wird die Dichtheit der Verbindungen erneut kontrolliert. Einige Undichtigkeiten können erst sichtbar werden, wenn das System seine normale Betriebstemperatur erreicht hat. Deshalb werden die Anschlussstellen auch nach längerer Laufzeit überprüft. Nach erfolgreichem Abschluss der Tests kann die Montage abgeschlossen und die Maschine wieder in Betrieb genommen werden.

Nach dem Einbau wird ein Montageprotokoll erstellt. Darin werden der Umfang der Arbeiten und die Ergebnisse der abschließenden Tests dokumentiert.

Service nach der Motorüberholung

Eine Motorüberholung endet nicht mit dem ersten Start der Maschine. Die ersten Betriebsstunden sind besonders wichtig. Deshalb empfehlen wir, die erste Serviceinspektion nach 50 Betriebsstunden durchzuführen. Diese Inspektion wird von unserem Serviceteam durchgeführt, das zum Kunden fährt.

Bei der Inspektion nach 50 Betriebsstunden beschränken wir uns nicht auf den Filterwechsel. Kontrolliert werden der allgemeine Zustand des Motors und seiner Anbauteile, der korrekte Motorlauf sowie der Zustand der während der Montage hergestellten Verbindungen. Außerdem wird geprüft, ob während der ersten Betriebsstunden Öl-, Kraftstoff- oder Kühlmittelleckagen aufgetreten sind.

Dieser Ansatz ermöglicht es, mögliche Unregelmäßigkeiten frühzeitig zu erkennen. Weitere Serviceinspektionen empfehlen wir alle 250 Betriebsstunden, jedoch mindestens alle 3 Monate.

Deutz Motorenservice und Service für Umschlagmaschinen

Die Überholung des Deutz TCD 6.1 L6 für den Fuchs MHL 340 F zeigt, dass eine solche Reparatur eine Kombination aus präziser Diagnose, Motorenmechanik, fachgerechter Vorbereitung der Einheit und Kontrolle nach dem Wiedereinbau erfordert. WIBAKO führt Überholungen und Reparaturen von Dieselmotoren durch, die in Bau- und Off-Highway-Maschinen eingesetzt werden.

Unser Leistungsumfang umfasst Motordiagnose, Motorenausbau und -einbau, Überprüfung von Komponenten, Reparaturen des Kurbeltrieb- und Kolbensystems, Zylinderkopfregeneration, Kontrolle der Anbauteile sowie Prüfstandstests. Unser mobiler Service führt außerdem Motorenausbauten und -einbauten direkt beim Kunden durch.

Der Deutz TCD 6.1 L6 wird in verschiedenen mobilen Maschinen eingesetzt. Deshalb ist eine genaue Identifizierung des konkreten Motors bei der Auswahl von Ersatzteilen und der Festlegung des Reparaturumfangs besonders wichtig. Beim Fuchs MHL 340 F wurde der Deutz TCD 6.1 L6 als Antriebseinheit identifiziert.

Zusammenfassung der Motorüberholung am Fuchs MHL 340 F

Beim Fuchs MHL 340 F war der Verschleiß der Komponenten des Kurbeltrieb- und Kolbensystems die Ursache für die notwendige Motorüberholung. Dieser Verschleiß hatte Auswirkungen auf die Kompression, den Ölverbrauch und die allgemeine Leistungsfähigkeit des Motors. Die vor dem Ausbau durchgeführte Diagnose wurde durch die detaillierte Überprüfung des Motors in unserer Werkstatt bestätigt.

Der Deutz TCD 6.1 L6 wurde vollständig zerlegt, gereinigt und vermessen. Der Arbeitsumfang umfasste das Kurbeltrieb- und Kolbensystem, die Kontrolle der Kurbelwelle, Lager und Pleuel, die Regeneration des Zylinderkopfs sowie die Überprüfung der Anbauteile. Nach dem fachgerechten Zusammenbau wurde der Motor auf unserem Motorenprüfstand unter Belastung getestet und anschließend wieder in den Fuchs MHL 340 F eingebaut.

Die abschließenden Tests mit dem Bediener ermöglichten die Kontrolle des Motorverhaltens in der Maschine und die Überprüfung der korrekten Zusammenarbeit mit den übrigen Maschinensystemen. Nach dem Einbau wurde eine erste Inspektion nach 50 Betriebsstunden empfohlen, gefolgt von regelmäßigen Serviceintervallen.

Eine umfassende Überholung des Deutz Motors ermöglicht es, die Leistungsfähigkeit der Maschine wiederherzustellen, ohne die vorhandene Antriebseinheit ersetzen zu müssen. Die Kombination aus detaillierter Komponentenprüfung, fachgerechter Montage und Motorenprüfstandstest ermöglicht eine umfassende Kontrolle des Motors, bevor er wieder in den intensiven Betrieb zurückkehrt.

Möglichkeiten für interne Verlinkungen

Deutz Motorüberholungen - Informationen zum Umfang der Überholung und Regeneration von Deutz Motoren für Bau- und Industriemaschinen.

Service für Baumaschinen - umfassende Diagnosen, Reparaturen und mobiler Service für Baumaschinen und Umschlagmaschinen.

Motorenprüfstand - Belastungstests von Dieselmotoren nach der Überholung vor dem Einbau in die Maschine.

Deutz Motorteile - Ersatzteile für die Reparatur und Überholung von Deutz Motoren, ausgewählt anhand der genauen Identifikation des jeweiligen Motors.

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