Überholung des Deutz TCD 6.1 L6 Motors im BOMAG BW 226 DI-5 Walzenzug

BOMAG BW 226 DI-5 ist ein schwerer Walzenzug, der für die Verdichtung von Böden und andere anspruchsvolle Arbeiten im Straßen- und Infrastrukturbau eingesetzt wird. Bei einer solchen Maschine ist ein einwandfrei arbeitender Antrieb entscheidend, damit die volle Arbeitsleistung des Walzenzugs genutzt werden kann. Treten Anzeichen für Motorverschleiß auf, ist deshalb eine genaue Diagnose erforderlich, um den tatsächlichen Zustand des Motors und den notwendigen Reparaturumfang festzustellen.

In diesem Fall wurde ein Deutz TCD 6.1 L6, ein sechszylindriger Dieselmotor, überholt. Dieser Motortyp wird in verschiedenen Baumaschinen und Straßenbaumaschinen eingesetzt. Der Motor wurde nach einem schrittweisen Leistungsabfall und Symptomen, die auf einen natürlichen Verschleiß der Motorkomponenten hindeuteten, zur Überholung gebracht. Vor der Entscheidung für eine Motorüberholung führten wir eine Diagnose durch, während der Motor noch in der Maschine eingebaut war. Dadurch konnten wir feststellen, ob die Ursache tatsächlich im Motor selbst lag oder möglicherweise von den Anbauteilen oder anderen Systemen der Maschine verursacht wurde.

BOMAG ist ein Hersteller von Maschinen, die vor allem für Verdichtungsarbeiten und den Straßenbau entwickelt wurden. Deutz ist ein Hersteller von Dieselmotoren, die in zahlreichen Off-Highway-Maschinen eingesetzt werden. Die Kombination aus dem schweren BOMAG BW 226 DI-5 Walzenzug und dem sechszylindrigen Deutz TCD 6.1 L6 erfordert einen Motor, der auch bei längerer Belastung stabil arbeitet. Deshalb ist nach einer Überholung nicht nur eine fachgerechte Montage wichtig, sondern auch eine Belastungsprüfung auf dem Motorenprüfstand.

Diagnose des Deutz TCD 6.1 L6 Motors in der Maschine

Der erste Arbeitsschritt war die Diagnose des Motors, bevor dieser aus dem BOMAG BW 226 DI-5 ausgebaut wurde. Dies ist ein wichtiger Bestandteil des Überholungsprozesses, da dadurch Informationen über das Verhalten des Motors unter realen Betriebsbedingungen gewonnen werden können. Zunächst überprüften wir die grundlegenden Betriebsparameter, das Verhalten des Motors bei wechselnder Belastung und den Startvorgang. Außerdem achteten wir auf die Laufkultur des Motors, die Abgasentwicklung und ungewöhnliche Geräusche.

In diesem Fall deuteten die Symptome auf einen natürlichen Verschleiß durch den Betrieb hin. Der Motor hatte seine ursprünglichen Betriebsparameter allmählich verloren. Bei einem intensiv eingesetzten Straßenwalzenzug kann dies unter anderem mit dem Verschleiß der Komponenten des Kurbel- und Kolbensystems zusammenhängen. In der ersten Diagnosephase überprüften wir unter anderem den Öldruck und das Verhalten des Motors während des Betriebs. Zusätzlich wurden Informationen zur bisherigen Nutzung und zum Verhalten des Motors während der Arbeit der Maschine berücksichtigt.

Die erste Diagnose ermöglichte es, den möglichen Fehlerbereich einzugrenzen. Bei einem Verdacht auf Verschleiß von Zylindern und Kolben sind unter anderem eine verringerte Kompression, ein erhöhter Ölverbrauch und Veränderungen der Abgasentwicklung relevante Anzeichen. Nach Abschluss der Diagnose entschieden wir uns für den Ausbau des Motors und eine detaillierte Überprüfung seiner Komponenten unter Werkstattbedingungen.

Die Überprüfung in der Werkstatt sollte bestätigen, welche Motorkomponenten regeneriert oder ausgetauscht werden mussten. Die in der Maschine festgestellten Symptome sind allein keine ausreichende Grundlage für den automatischen Austausch aller Bauteile. Deshalb wurde nach der Demontage jedes einzelne Bauteil separat beurteilt. Der endgültige Umfang der Überholung wurde anhand des tatsächlichen technischen Zustands festgelegt.

Ausbau des Motors aus dem BOMAG BW 226 DI-5

Nach Abschluss der Diagnose wurde die Maschine für den Ausbau des Motors vorbereitet. Der Motorausbau aus der Maschine erfolgt immer mit einem vom Kunden bereitgestellten Kran. Dadurch kann die schwere Einheit sicher aus dem Motorraum gehoben und für den Transport zu unserem Standort in Kojszówka vorbereitet werden.

Die Arbeiten begannen mit der entsprechenden Sicherung der Maschine und dem Trennen der mit dem Motor verbundenen Systeme und Komponenten. Elektrische Anschlüsse, Kraftstoffleitungen und Komponenten des Kühlsystems wurden getrennt. Besonderes Augenmerk legten wir auf Leitungen und Verbindungen, die bei der späteren Montage wieder korrekt hergestellt werden mussten.

Auch das Ansaugsystem wurde getrennt. Die ordnungsgemäße Sicherung der geöffneten Leitungen ist wichtig, da keine Verunreinigungen in das System gelangen dürfen. Bei Dieselmotoren ist die sorgfältige Durchführung dieser Arbeiten besonders wichtig, da bereits geringe Verunreinigungen die Funktion präziser Komponenten beeinträchtigen können.

Nach dem Trennen der Anbauteile und Befestigungselemente wurde der Motor für den Ausbau vorbereitet. Mithilfe des Krans wurde der Motor sicher aus dem Motorraum gehoben. Anschließend wurde die Einheit für den Transport zu unserem Standort in Kojszówka vorbereitet, wo die detaillierte Überprüfung und Überholung durchgeführt wurden.

Überprüfung des Deutz TCD 6.1 L6 Motors in der Werkstatt

Nach der Anlieferung des Motors in unserer Werkstatt begannen wir mit der Demontage. Wenn der technische Zustand eines Motors auf die Notwendigkeit einer Überholung hindeutet, beginnt die Überprüfung mit der Zerlegung des Motors in seine einzelnen Komponenten. Die Bauteile werden gründlich gereinigt und anschließend von unseren Mechanikern überprüft.

Kontrolliert wurden unter anderem das Kurbel- und Kolbensystem, der Zylinderkopf, die Kurbelwelle, die Pleuel, die Kolben, die Laufbuchsen, die Kolbenringe und die Lager. Auch die Komponenten, die für die korrekte Funktion des Steuertriebs verantwortlich sind, sowie die Anbauteile des Motors wurden überprüft.

Die Kurbelwelle wurde einer Sichtprüfung und verschiedenen Messungen unterzogen. Wir kontrollierten den Zustand der Oberflächen, der Lagerzapfen und Ölkanäle sowie mögliche Anzeichen von Überhitzung oder übermäßigem Verschleiß. Ein wichtiger Bestandteil der Prüfung ist außerdem die Kontrolle des Rundlaufs der Kurbelwelle. Erst anhand der Messergebnisse lässt sich feststellen, ob das Bauteil weiterverwendet werden kann oder eine Regeneration erforderlich ist.

Auch die Pleuel wurden überprüft. Dabei kontrollierten wir ihren allgemeinen Zustand sowie mögliche Anzeichen von Überhitzung und Verschleiß. Zusätzlich wurden Messungen hinsichtlich einer Verdrehung oder Verbiegung der Pleuel durchgeführt und die Pleuelschrauben kontrolliert. Eine solche detaillierte Prüfung verhindert, dass Bauteile mit nicht korrekten Parametern erneut in den überholten Motor eingebaut werden.

Bei Kolben, Laufbuchsen und Kolbenringen wurde der Verschleißgrad sowie das Zusammenspiel mit den übrigen Komponenten überprüft. Die während der Diagnose im BOMAG BW 226 DI-5 festgestellten Symptome stimmten mit einem Verschleiß des Kurbel- und Kolbensystems überein. Die Überprüfung nach der Demontage bestätigte die Notwendigkeit von Reparaturarbeiten in diesem Bereich.

Überholung des Kurbel- und Kolbensystems

Das Kurbel- und Kolbensystem gehört zu den wichtigsten Baugruppen eines Dieselmotors. Sein Zustand hat direkten Einfluss auf die Kompression, die Verbrennungseffizienz, den Ölverbrauch und die korrekte Übertragung der während der Verbrennung entstehenden Kräfte. Beim Deutz TCD 6.1 L6 war die detaillierte Kontrolle dieser Komponenten daher ein wesentlicher Bestandteil der Überholung.

Nach Durchführung der Messungen wurde festgelegt, welche Komponenten regeneriert werden konnten und welche die erforderlichen Parameter nicht mehr erfüllten und deshalb ersetzt werden mussten. Je nach Prüfergebnis kann die Bearbeitung der Kurbelwelle unter anderem das Schleifen der Kurbelwelle umfassen. Bei den übrigen Komponenten wurden die Arbeitsflächen, Befestigungspunkte und Abmessungen kontrolliert.

Bei einer Motorüberholung geht es nicht nur um den Austausch einzelner Teile. Entscheidend ist, dass die korrekten Beziehungen zwischen allen Komponenten erhalten bleiben. Deshalb werden nach der Regeneration oder dem Austausch verschlissener Teile die Abmessungen und das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten erneut kontrolliert.

Die Überprüfung des Kurbel- und Kolbensystems ermöglichte es, die Ursache für den allmählichen Verlust der Motorleistung zu beseitigen. Durch die Arbeiten unter Werkstattbedingungen konnten Messungen durchgeführt werden, die bei einem im Fahrzeug eingebauten Motor nicht in vollem Umfang möglich sind.

Überprüfung und Regeneration des Zylinderkopfes

Der nächste Schritt der Überholung war die detaillierte Kontrolle des Zylinderkopfes des Deutz TCD 6.1 L6. Der Zylinderkopf wurde gereinigt und auf seine weitere Verwendbarkeit überprüft. Dabei kontrollierten wir unter anderem den Zustand der Ventilsitze, Ventile und Ventilführungen sowie den allgemeinen Zustand des Bauteils.

Ein wichtiger Arbeitsschritt war die Dichtheitsprüfung des Zylinderkopfes. Dafür wird der Zylinderkopf in erwärmtes Wasser eingetaucht und anschließend an die entsprechenden Kanäle Druckluft angeschlossen. Durch die Beobachtung kann festgestellt werden, ob Luft aus dem geprüften Bauteil austritt, was auf eine Undichtigkeit oder einen Riss hindeuten kann.

Je nach Verschleißgrad umfasst die Regeneration des Zylinderkopfes unter anderem das Planen sowie den Austausch der Ventilführungen und Ventile. Der Umfang der Arbeiten wird anhand der durchgeführten Prüfung festgelegt und nicht ausschließlich anhand der Laufleistung oder des Alters des Motors.

Dieses Vorgehen ermöglicht einen kontrollierten Überholungsstandard. Nach Abschluss der erforderlichen Arbeiten muss der Zylinderkopf eine ausreichende Dichtheit gewährleisten und eine korrekte Zusammenarbeit der Komponenten des Ventiltriebs ermöglichen. Dies ist besonders wichtig für einen Motor, der anschließend wieder unter anspruchsvollen Bedingungen in einer Straßenbaumaschine eingesetzt wird.

Überprüfung der Anbauteile des Deutz TCD 6.1 L6

Eine Motorüberholung endet nicht bei den Komponenten im Inneren des Motorblocks. Auch die Anbauteile des Motors wurden überprüft. Bei der Turboladerprüfung ist insbesondere die Kontrolle des axialen und radialen Spiels wichtig. Die Ergebnisse dieser Prüfung ermöglichen es, den Zustand des Bauteils zu beurteilen und über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Auch die Komponenten für den Motorstart und die Kraftstoffversorgung wurden kontrolliert. Bei einer umfassenden Überholung achten wir darauf, dass die mit dem überholten Motor zusammenarbeitenden Komponenten nach der Wiederinbetriebnahme nicht selbst zur Ursache von Problemen werden.

Beim Kraftstoffsystem ist die korrekte Funktion der für die Kraftstoffdosierung verantwortlichen Komponenten besonders wichtig. Wenn die Diagnose eine genauere Prüfung der Einspritzpumpe erforderlich macht, kann diese auf einem Prüfstand kontrolliert werden. Dadurch lassen sich ihre Parameter außerhalb des Motors beurteilen und ihr technischer Zustand genauer bestimmen.

Die Überprüfung der Anbauteile umfasst außerdem die Kontrolle elektrischer und elektromechanischer Komponenten. Alle diese Arbeiten verfolgen ein Ziel - einen vollständigen Motor für den Wiedereinbau in den BOMAG BW 226 DI-5 vorzubereiten und das Risiko von Problemen nach der Inbetriebnahme zu reduzieren.

Fachgerechter Zusammenbau des Deutz TCD 6.1 L6 Motors

Nach Abschluss aller Prüfungs- und Regenerationsarbeiten begannen wir mit dem Zusammenbau des Motors. Die Montage eines Motors nach einer Überholung erfordert die Einhaltung der richtigen Arbeitsreihenfolge und eine Kontrolle in jeder Phase. Alle Komponenten müssen entsprechend für die Montage vorbereitet und die Kontaktflächen gründlich gereinigt werden.

Beim Zusammenbau achten wir besonders auf die Komponenten des Kurbel- und Kolbensystems. Kurbelwelle, Pleuel, Kolben und weitere Bauteile müssen entsprechend den technischen Vorgaben montiert werden. Auch Verbindungen und Komponenten, deren falsche Montage die Lebensdauer des Motors beeinträchtigen könnte, werden kontrolliert.

Nach der Montage der grundlegenden Baugruppen werden weitere Motorkomponenten, darunter der Zylinderkopf und die Anbauteile, montiert. Jeder Arbeitsschritt wird so durchgeführt, dass eine entsprechende Sauberkeit im Inneren des Motors gewährleistet bleibt. Dies ist bei Dieselmotoren aufgrund der präzisen Kontaktflächen und des Schmiersystems besonders wichtig.

Nach dem Zusammenbau wurde der Motor für den Start und die Prüfung auf dem Motorenprüfstand vorbereitet. Vor Beginn des Tests kontrollieren wir die grundlegenden Verbindungen und stellen sicher, dass der Motor ordnungsgemäß für den Betrieb vorbereitet ist. Anschließend kann die kontrollierte Belastung des Motors außerhalb der Maschine beginnen.

Prüfung des Deutz TCD 6.1 L6 auf dem Motorenprüfstand

Der Motorenprüfstand ist ein wichtiger Bestandteil unseres Prüfprozesses nach einer Motorüberholung. Er ermöglicht es, den Motor nicht nur im Leerlauf, sondern vor allem unter Bedingungen zu überprüfen, bei denen tatsächlich Arbeit geleistet werden muss. Beim Deutz TCD 6.1 L6 wurde nach der Überholung ein Test durchgeführt, mit dem das Verhalten des Motors unter kontrollierter Belastung beurteilt werden konnte.

Eine Prüfung auf dem Motorenprüfstand bietet einen wichtigen Vorteil gegenüber einem einfachen Start des Motors auf einem Werkstattstand. Ein Motor kann im Leerlauf problemlos laufen und dennoch erst bei zunehmender Belastung Probleme zeigen. Während des Prüfstandtests können die Betriebsbedingungen schrittweise verändert und die Reaktion des Motors beobachtet werden. Dadurch lässt sich der Motor unter Bedingungen prüfen, die seiner tatsächlichen Anwendung wesentlich näherkommen.

Nach dem Start arbeitet der überholte Motor zunächst unter leichter Belastung. Nach unserem Verfahren läuft ein überholter Motor mindestens 16 Stunden auf dem Prüfstand bei einer Belastung von etwa 20-30 % der Nennleistung. In dieser Phase kann der Motor nach der Überholung unter kontrollierten Bedingungen betrieben werden. Unsere Mechaniker beobachten das Verhalten der Einheit und kontrollieren die grundlegenden Betriebsparameter.

Der Betrieb auf dem Prüfstand ermöglicht außerdem die Kontrolle, ob alle Komponenten korrekt miteinander verbunden wurden. Während des Tests können wir die Stabilität des Motorlaufs, seine Reaktion auf Laständerungen und das Verhalten der zusammenarbeitenden Systeme beobachten. Auffälligkeiten können ein Grund sein, den Test zu unterbrechen und eine zusätzliche Kontrolle durchzuführen.

Nach Abschluss der ersten Betriebsphase unter leichter Belastung folgen weitere Prüfungen. Wenn der Motor seine grundlegenden Betriebsparameter beibehält, wird er wiederholt höheren Belastungen ausgesetzt. Die schrittweise Erhöhung der Belastung ermöglicht es zu prüfen, ob der Motor auch dann stabile Parameter aufweist, wenn ein größerer Teil seiner verfügbaren Leistung benötigt wird.

Die Prüfung des Motors auf dem Prüfstand vor dem Einbau in die Maschine ist auch aus organisatorischer Sicht von Bedeutung. Wenn der Motor die Belastungsprüfung bereits in der Werkstatt erfolgreich absolviert, kann sein Betrieb vor dem Einbau überprüft werden. Eventuelle Unregelmäßigkeiten können an einem Ort diagnostiziert werden, an dem der Motor für unsere Mechaniker leicht zugänglich ist.

Für den Kunden bedeutet dies eine zusätzliche Kontrolle vor der Rückkehr des Motors in den Betrieb. Der für den BOMAG BW 226 DI-5 bestimmte Deutz TCD 6.1 L6 wurde daher nicht nur einem kurzen Starttest unterzogen. Die Einheit durchlief einen längeren Prüfprozess auf dem Motorenprüfstand, der zunächst einen Betrieb unter leichter Belastung und anschließend weitere Prüfungen unter höheren Belastungen umfasste.

Der Prüfstand ermöglicht außerdem die Beurteilung des Motorverhaltens unter verschiedenen Betriebsbedingungen. Dies ist bei Motoren für Bau- und Straßenbaumaschinen besonders wichtig, da diese im realen Betrieb nicht dauerhaft an einem einzigen Betriebspunkt arbeiten. Die Belastung kann sich abhängig von der ausgeführten Arbeit, den Geländebedingungen und der Bedienung der Maschine verändern.

Während der Prüfung ist auch die Kontrolle der Dichtheit und des Zusammenspiels der einzelnen Systeme wichtig. Ein Motor, der über mehrere Stunden unter Belastung arbeitet, bietet die Möglichkeit, Probleme zu erkennen, die während eines kurzen Starttests möglicherweise nicht sichtbar wären. Deshalb ist der Prüfstand ein wichtiger Bestandteil der Qualitätskontrolle nach einer Motorüberholung.

Das positive Ergebnis des Tests auf dem Motorenprüfstand ermöglichte die Vorbereitung des Deutz TCD 6.1 L6 für den nächsten Schritt - den Einbau in den BOMAG BW 226 DI-5. Dank der vorherigen Belastungsprüfung wurde der Einbau mit einem Motor durchgeführt, dessen Funktion bereits in unserer Werkstatt überprüft worden war.

Einbau des überholten Motors in den BOMAG BW 226 DI-5

Nach Abschluss der Prüfstandtests wurde der Motor für den Wiedereinbau in den Walzenzug vorbereitet. Der Einbau eines überholten Motors ist genauso wichtig wie die eigentliche Reparatur, da auch ein fachgerecht überholter Motor korrekt mit allen Systemen der Maschine verbunden werden muss.

Der Motor wurde zurück zum Einsatzort der Maschine transportiert. Zum Einsetzen in den Motorraum wurde der vom Kunden bereitgestellte Kran verwendet. Der Motor wurde entsprechend den konstruktiven Anforderungen des BOMAG BW 226 DI-5 positioniert und anschließend befestigt.

Während der Montage achten wir auf die korrekte Positionierung und Befestigung des Motors. Anschließend werden alle Verbindungen wiederhergestellt, die während des Ausbaus getrennt wurden. Dazu gehören unter anderem die elektrische Anlage, das Kraftstoffsystem, das Kühlsystem, die Luftansaugung und weitere mit dem Motor zusammenarbeitende Komponenten.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Verrohrung des Luftansaugsystems. Die Luftleitungen müssen korrekt montiert und dicht verbunden werden. Auch die Anschlüsse des Kühlsystems und die Leitungen für Betriebsflüssigkeiten werden kontrolliert. Bei jeder Verbindung ist nicht nur eine sichere Befestigung wichtig, sondern auch die Möglichkeit eines zuverlässigen Betriebs unter den während des Maschineneinsatzes auftretenden Vibrationen und Temperaturänderungen.

Nach dem Einbau des Motors wird die Maschine für den ersten Start vorbereitet. Die erforderlichen Filter werden ausgetauscht und die grundlegenden Betriebsflüssigkeitsstände kontrolliert. Anschließend prüfen wir die Verbindungen vor dem Start. In dieser Phase können alle zugänglichen Verbindungen noch sicher kontrolliert und eventuelle Unregelmäßigkeiten beseitigt werden.

Nach dem ersten Start beobachten wir das Verhalten des Motors und kontrollieren die Dichtheit der Systeme. Überprüft werden unter anderem Schlauchverbindungen, Kühlsystem, Schmiersystem und Luftansaugung. Wichtig ist auch die Kontrolle, ob die während der Montage hergestellten Verbindungen dicht bleiben, sobald der Motor seine Betriebstemperatur erreicht.

Die abschließenden Tests werden gemeinsam mit dem Maschinenbediener durchgeführt. Dadurch kann nicht nur der Motor selbst, sondern auch sein Zusammenspiel mit dem BOMAG BW 226 DI-5 geprüft werden. Die Maschine wird gestartet und anschließend unter Betriebsbedingungen überprüft. Der Bediener kann zusätzliche Informationen über das Verhalten der Maschine und die Reaktion des Motors geben.

Nach erfolgreichem Abschluss der Tests kontrollieren wir die zugänglichen Verbindungen erneut und prüfen, ob Leckagen aufgetreten sind. Erst wenn der korrekte Betrieb des Motors und der Maschine bestätigt wurde, wird der Montageprozess abgeschlossen. Über die durchgeführten Arbeiten wird ein Montageprotokoll erstellt.

Deutz Motorenservice und Wartung nach der Überholung

Eine Motorüberholung sollte nicht das Ende der technischen Betreuung bedeuten. Nach der Inbetriebnahme des überholten Motors ist es wichtig, die Empfehlungen für die ersten Betriebsstunden einzuhalten. Bei den von unserem Service überholten Motoren empfehlen wir die erste Inspektion nach 50 Betriebsstunden.

Die 50-Stunden-Inspektion wird von unseren Mechanikern durchgeführt. Sie beschränkt sich nicht nur auf den Austausch von Filtern. Während des Serviceeinsatzes werden der allgemeine Zustand des Motors und seiner Anbauteile, die korrekte Funktion der Einheit sowie die während der Montage hergestellten Verbindungen kontrolliert. Außerdem wird geprüft, ob Leckagen aufgetreten sind, die erst während des normalen Betriebs sichtbar werden können.

Nach der ersten Inspektion empfehlen wir weitere Wartungen alle 250 Betriebsstunden, jedoch mindestens alle 3 Monate. Regelmäßige Wartung ermöglicht eine kontinuierliche Kontrolle des Zustands des Motors und der mit ihm zusammenarbeitenden Komponenten.

Unser Service führt auch Wartungsinspektionen nach dem Einbau durch. Sobald die Maschine die entsprechende Anzahl an Betriebsstunden erreicht hat, können unsere Mechaniker zum Kunden fahren und den Motor überprüfen. Dies ist besonders praktisch bei Straßen- und Baumaschinen, die häufig an Orten weit entfernt von der Werkstatt eingesetzt werden.

Maschinen mit Deutz TCD 6.1 L6 Motor

Deutz TCD 6.1 L6 ist ein sechszylindriger Dieselmotor, der in verschiedenen Maschinen des Off-Highway-Bereichs eingesetzt wird. Motoren dieser Deutz-Familie finden Anwendung unter anderem in Bau-, Straßenbau-, Kommunal- und Industriemaschinen. Die genaue Motorkonfiguration kann je nach Anwendung unterschiedlich sein. Deshalb ist eine genaue Identifizierung der Motorausführung bei der Bestellung von Ersatzteilen oder der Planung einer Überholung wichtig.

Bei der Planung einer Motorüberholung sind Angaben vom Typenschild und die Motornummer hilfreich. Dadurch kann die genaue Version der Einheit besser bestimmt und die Auswahl der für die Reparatur benötigten Komponenten vorbereitet werden.

Deutz TCD 6.1 L6 Motoren können in Maschinen verschiedener Hersteller eingesetzt werden. Deshalb ist es bei der Diagnose sinnvoll, sowohl das Maschinenmodell als auch die genaue Motorbezeichnung anzugeben. Beim BOMAG BW 226 DI-5 ermöglicht dies eine eindeutige Zuordnung des Deutz Motors zu seiner konkreten Anwendung und den entsprechenden Betriebsbedingungen.

Baumaschinenservice und Deutz Motorenüberholungen

Der Fall des BOMAG BW 226 DI-5 zeigt, dass eine Überholung eines Dieselmotors als vollständiger Prozess betrachtet werden sollte und nicht lediglich als Austausch verschlissener Teile. Diagnose in der Maschine, sicherer Ausbau, Transport des Motors zur Werkstatt, detaillierte Überprüfung, Regeneration, Montage, Prüfung auf dem Motorenprüfstand und erneute Inbetriebnahme bilden einen zusammenhängenden Serviceprozess.

WIBAKO bietet Baumaschinenservice und Motorüberholungen für Motoren an, die in Off-Highway-Maschinen eingesetzt werden. Unser mobiler Service ermöglicht Arbeiten direkt beim Kunden, einschließlich des Aus- und Einbaus von Motoren. Nach dem Ausbau kann der Motor zu unserem Standort in Kojszówka transportiert werden, wo die detaillierte Prüfung und Überholung durchgeführt werden.

Bei Deutz Motoren ist die korrekte Identifizierung der Einheit besonders wichtig. Vor Beginn der Arbeiten analysieren wir das Motormodell und die Angaben auf dem Typenschild. Auf dieser Grundlage können wir den Umfang der Diagnose bestimmen und den Überholungsprozess vorbereiten.

Unser Verfahren umfasst auch die Prüfung des Motors nach Abschluss der Überholung. Der Test auf dem Motorenprüfstand ermöglicht die Kontrolle der Einheit, bevor sie wieder in die Maschine eingebaut wird. Dies ist eine zusätzliche Prüfphase, in der der Motor unter kontrollierter Belastung betrieben und sein Verhalten unter verschiedenen Betriebsbedingungen beobachtet werden kann.

Zusammenfassung der Deutz TCD 6.1 L6 Motorüberholung im BOMAG BW 226 DI-5

Die Überholung des Deutz TCD 6.1 L6 Motors im BOMAG BW 226 DI-5 begann mit der Diagnose der Einheit, während sie noch in der Maschine eingebaut war. Die Symptome, die auf natürlichen Verschleiß hindeuteten, wurden anschließend bei der Demontage des Motors in der Werkstatt überprüft. Die Kontrolle bestätigte den Verschleiß von Komponenten des Kurbel- und Kolbensystems und die Notwendigkeit einer Motorüberholung.

Der Arbeitsumfang umfasste die Prüfung der Kurbelwelle, Pleuel, Kolben, Laufbuchsen, Kolbenringe und Lager sowie die Kontrolle des Zylinderkopfes und der Motoranbauteile. Der Zylinderkopf wurde einer Dichtheitsprüfung unterzogen, während die übrigen Komponenten hinsichtlich ihrer weiteren Verwendbarkeit oder der Notwendigkeit einer Regeneration bewertet wurden.

Nach dem Zusammenbau des Motors wurde ein Test auf dem Motorenprüfstand durchgeführt. Die Einheit arbeitete zunächst mindestens 16 Stunden unter leichter Belastung und wurde anschließend weiteren Prüfungen mit höheren Belastungen unterzogen. Erst nach erfolgreichem Abschluss der Tests wurde der Motor für den Einbau in den BOMAG Walzenzug vorbereitet.

Nach dem Wiedereinbau des Motors wurden alle Verbindungen, das Kühlsystem, die Luftansaugung, die elektrische Anlage und die übrigen Anbauteile kontrolliert. Die Maschine wurde gestartet und gemeinsam mit dem Bediener getestet. Nach Bestätigung der korrekten Funktion und der Dichtheit der Systeme wurde die Montage abgeschlossen und die Maschine für den weiteren Einsatz vorbereitet.

Der nächste wichtige Schritt ist die Inspektion nach 50 Betriebsstunden. Unsere Mechaniker können zum Kunden kommen und den Zustand des Motors sowie seiner Anbauteile nach der ersten Betriebsphase überprüfen. Weitere Inspektionen werden alle 250 Betriebsstunden, jedoch mindestens alle 3 Monate, empfohlen.

Wenn Sie Informationen zum Baumaschinenservice, zur Deutz Motorüberholung oder zur Motordiagnose auf einem Motorenprüfstand benötigen, kontaktieren Sie WIBAKO. Anhand des Maschinenmodells, der Motorbezeichnung und der verfügbaren technischen Daten können wir den möglichen Umfang der Diagnose und der weiteren Arbeiten bestimmen.

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