Motorüberholung des Liebherr D926 TI-E A4 240 kW im Mobilkran Liebherr LTM 1500-8.1
Der Mobilkran Liebherr LTM 1500-8.1 gehört zu den bekanntesten All-Terrain-Maschinen, die bei der Montage von Stahlkonstruktionen, Energieprojekten sowie großen Industrieinvestitionen eingesetzt werden. Die Konstruktion dieses Modells ermöglicht den Einsatz sowohl auf öffentlichen Straßen als auch unter schwierigen Geländebedingungen. Dank der hohen Tragfähigkeit und des umfangreichen Hydrauliksystems wird die Maschine bei besonders anspruchsvollen Einsätzen verwendet.
Im vorliegenden Fall wurde unserem Service ein Liebherr D926 TI-E A4 Motor mit einer Leistung von 240 kW angeliefert, der für den Antrieb des Oberwagens des Krans verantwortlich ist. Die Antriebseinheit zeigte Symptome eines beschädigten Einspritzsystems. Der Betreiber meldete übermäßige Rauchentwicklung, unruhigen Motorlauf unter Last sowie einen erhöhten Kraftstoffverbrauch während des Betriebs der Kranhydraulik. Die Demontage des Motors führten wir im Raum Kattowitz durch, wo unser mobiler Service eine vollständige Diagnose sowie die Vorbereitung der Einheit für den Transport zu unserem Hauptsitz in Kojszówka übernahm.
Der Hersteller Liebherr entwickelt seit Jahren eigene Motorkonstruktionen für Baumaschinen, Mobilkrane und Off-Highway-Geräte. Der Motor D926 TI-E A4 wird für seine hohe Laufruhe und seine große Widerstandsfähigkeit bei wechselnden Belastungen geschätzt. Gleichzeitig handelt es sich um eine Konstruktion, die während der Überholung eine äußerst präzise Diagnose sowie professionelle Werkstattausstattung erfordert.
Erstdiagnose des Liebherr D926 TI-E A4 Motors
Nach Ankunft unseres mobilen Serviceteams begannen wir mit der grundlegenden Diagnose der Antriebseinheit direkt im Liebherr LTM 1500-8.1 Kran. Der Betreiber meldete einen unruhigen Motorlauf während des Betriebs des Oberwagens sowie einen deutlichen Leistungsverlust bei gleichzeitig erhöhtem Kraftstoffverbrauch. Unter Last trat zudem eine starke Rauchentwicklung der Abgase auf.
Im ersten Schritt führten wir die Kontrolle der Motorbetriebsparameter, die Messung des Öldrucks sowie die Analyse der Betriebstemperaturen durch. Anschließend überprüften wir das Kraftstoffsystem und kontrollierten die Einspritzparameter. Bereits in dieser Phase waren Unterschiede in der Kraftstoffdosierung zwischen den einzelnen Zylindern sichtbar.
Der nächste Schritt war die detaillierte Analyse des Einspritzsystems. Wir führten eine Dichtigkeitsprüfung der Kraftstoffleitungen, die Kontrolle der Filtration sowie die Überprüfung auf Verunreinigungen im Kraftstoffsystem durch. Nach der Demontage ausgewählter Anbauteile und zusätzlichen Tests bestätigten wir die Notwendigkeit einer vollständigen Zerlegung der Antriebseinheit.
Aufgrund der Arbeitsbedingungen des Mobilkrans sowie der hohen hydraulischen Belastungen wurde eine umfassende Motorüberholung beschlossen. Unser Baumaschinenservice erstellte einen Arbeitsplan, der die Demontage der Einheit, den Transport in die Werkstatt, die vollständige Überprüfung sowie Tests auf dem Motorprüfstand umfasste.
Demontage des Motors aus dem Mobilkran Liebherr LTM 1500-8.1
Die Demontage des Liebherr D926 TI-E A4 Motors wurde von unserem mobilen Service im Raum Kattowitz durchgeführt. Aufgrund der Bauweise des Mobilkrans und des begrenzten Arbeitsraums erforderte der Prozess eine entsprechende Vorbereitung des Arbeitsplatzes sowie die Sicherung aller mit der Antriebseinheit verbundenen Systeme.
Die Arbeiten begannen mit dem Abklemmen der elektrischen Installation, der Steuerleitungen sowie des Kraftstoffsystems. Anschließend wurden das Kühlsystem, die Hydraulikleitungen sowie die Ansauganlage gesichert. Besondere Aufmerksamkeit widmeten wir der Sicherung der Steuerungskomponenten des Oberwagens, da selbst kleine Beschädigungen der Installation spätere Montageprobleme verursachen könnten.
Der Motor wurde mithilfe eines vom Kunden bereitgestellten Krans aus der Maschine ausgebaut. Unsere Mechaniker waren für die Vorbereitung der Anschlagpunkte sowie die sichere Trennung der Einheit vom Antriebssystem verantwortlich. Nach dem Ausbau führten wir eine zusätzliche Kontrolle des Motorraums, der Halterungen sowie der flexiblen Leitungen durch.
Vor dem Transport nach Kojszówka wurden alle technischen Öffnungen ordnungsgemäß gesichert. Das Ansaugsystem, die Kraftstoffleitungen sowie das Kühlsystem wurden gegen das Eindringen von Verunreinigungen geschützt. Dadurch konnte die weitere Diagnose unmittelbar nach der Anlieferung der Einheit in die Werkstatt beginnen.
Überprüfung des Liebherr D926 TI-E A4 Motors
Nach der Anlieferung des Motors in die Werkstatt begannen wir mit der vollständigen Zerlegung der Antriebseinheit. Der Überprüfungsprozess umfasste die Bewertung des Kurbeltriebs, des Zylinderkopfs, des Kraftstoffsystems sowie der Zusatzaggregate.
Bereits während der Demontage des Kraftstoffsystems waren Spuren eines ungleichmäßigen Betriebs der Einspritzdüsen sichtbar. Die Einspritzdüsen wurden auf einen Prüfstand gebracht, wo fehlerhafte Einspritzparameter sowie Unterschiede in der Kraftstoffdosierung zwischen den einzelnen Sektionen bestätigt wurden.
Die Überprüfung der Kurbelwelle umfasste eine Sichtprüfung, die Messung der Hauptlagerzapfen sowie die Kontrolle der Ölkanäle. Ebenfalls überprüften wir die Lagerschalen und Pleuel auf Überhitzungs- und Verschleißspuren. Trotz der hohen Laufleistung war die Kurbelwelle durch Schleifen regenerierbar.
Der Zylinderkopf wurde einer Dichtigkeitsprüfung in einem beheizten Wasserbad unterzogen. Zusätzlich kontrollierten wir die Ventilführungen, Ventilsitze sowie die Dichtflächen. Die Überprüfung zeigte die Notwendigkeit des Planens des Zylinderkopfs sowie des Austauschs einzelner Komponenten des Ventiltriebs.
Außerdem überprüften wir den Turbolader hinsichtlich axialem und radialem Spiel. Zusätzlich wurden Lichtmaschine, Anlasser sowie elektro-mechanische Komponenten kontrolliert, die für die Steuerung der Antriebseinheit verantwortlich sind.
Regeneration und Reparatur des Liebherr D926 TI-E A4 Motors
Der Überholungsprozess begann mit der Regeneration des Kurbeltriebs. Die Kurbelwelle wurde geschliffen und erneut vermessen. Wir verwendeten neue Haupt- und Pleuellagerschalen gemäß den Herstellerspezifikationen.
Die Pleuel wurden auf Geometrie sowie auf Verdrehung und Längsverformung geprüft. Nach Abschluss der Messungen erfolgte der Einbau neuer Zylinderlaufbuchsen, Kolben und Kolbenringe. Alle Komponenten wurden gemäß der technischen Dokumentation des Liebherr D926 TI-E A4 Motors exakt angepasst.
Im Rahmen der Zylinderkopfregeneration führten wir das Planen der Oberfläche sowie den Austausch der Ventilführungen und Ventile durch. Die Ventilsitze wurden bearbeitet und der gesamte Zylinderkopf erneut einer Dichtigkeitsprüfung unterzogen. Dadurch konnten die korrekte Kompression und optimale Verbrennungsparameter wiederhergestellt werden.
Das Kraftstoffsystem wurde einer spezialisierten Regeneration unterzogen. Einspritzdüsen und Einspritzpumpe wurden auf dem Prüfstand getestet. Nach Abschluss der Arbeiten erfolgte die Kalibrierung der Einspritzparameter gemäß den Anforderungen des Herstellers.
Auch der Turbolader wurde regeneriert. Verschleißteile wurden ersetzt und der Rotor neu ausgewuchtet. Dadurch konnten die korrekten Ladedruckparameter wiederhergestellt und das Risiko eines erneuten Motorschadens reduziert werden.
Beim Zusammenbau der Einheit verwendeten wir neue Dichtungen, Leitungen und Verschleißteile. Jeder Montageschritt wurde entsprechend den vom Motorhersteller vorgeschriebenen Drehmomentwerten durchgeführt.
Test des Liebherr D926 TI-E A4 Motors auf dem Motorprüfstand
Einer der wichtigsten Schritte des gesamten Prozesses war der Test auf dem Motorprüfstand. Unser Unternehmen gehört zu den wenigen Dieselmotoren-Services, die über eigene Einrichtungen zum Testen großer Antriebseinheiten vor dem Einbau in die Maschine verfügen.
Nach Abschluss der Montage wurde der Liebherr D926 TI-E A4 Motor für mehrstündige Belastungstests vorbereitet. In der ersten Phase arbeitete der Motor mehrere Stunden unter Teillast von etwa 20–30 % der Nennleistung. Dadurch können sich die neuen Komponenten des Kurbeltriebs korrekt einlaufen und die Betriebsparameter kontrolliert werden.
Während der Tests überwachten wir kontinuierlich die Kühlmitteltemperatur, die Öltemperatur, den Schmierdruck sowie die Verbrennungsparameter. Ebenfalls kontrollierten wir die Dichtheit aller Verbindungen sowie die Funktion des Turboladers unter wechselnder Belastung.
Nach Abschluss der Einlaufphase wurde die Einheit unter Volllast getestet. Der Motorprüfstand ermöglicht eine sehr präzise Simulation der Arbeitsbedingungen, die beim Betrieb des Liebherr LTM 1500-8.1 Krans auftreten. Dadurch können wir das Verhalten des Motors bei hoher hydraulischer Belastung sowie bei dynamischen Leistungsanforderungen überprüfen.
Während der Tests führten wir außerdem eine Abgasanalyse sowie die Kontrolle der Parameter des Kraftstoffsystems durch. Dadurch können selbst kleinste Unregelmäßigkeiten bereits vor dem Einbau des Motors in die Maschine erkannt werden. Für den Kunden bedeutet dies ein deutlich geringeres Risiko von Ausfällen und die Sicherheit, dass der Motor unter realitätsnahen Bedingungen geprüft wurde.
Der Motorprüfstand ermöglicht zudem die Kontrolle der Stabilität der Betriebsparameter über einen langen Zeitraum. Bei Motoren, die in Mobilkranen eingesetzt werden, ist dies besonders wichtig, da solche Maschinen oft viele Stunden unter hoher Belastung und wechselnden Witterungsbedingungen arbeiten.
Nach Abschluss aller Tests führten wir eine zusätzliche Kontrolle der Filter, der Systemdichtheit sowie der Betriebsparameter nach dem Abkühlen des Motors durch. Erst nach vollständiger Übereinstimmung aller Parameter wurde die Einheit für den Einbau in den Kran freigegeben.
Einbau des Motors in den Liebherr LTM 1500-8.1 Kran
Der Einbau des Motors wurde von unserem mobilen Service nach der Anlieferung der Einheit beim Kunden durchgeführt. Der Installationsprozess erforderte eine sehr sorgfältige Vorbereitung des Motorraums sowie eine erneute Kontrolle aller mit der Antriebseinheit verbundenen Systeme.
Vor dem Einsetzen des Motors überprüften wir den Zustand der Motorlager, der Hydraulikleitungen sowie der elektrischen Installation. Ausgewählte Leitungen des Ansaugsystems sowie Komponenten des Kühlsystems mit Verschleißerscheinungen wurden ersetzt. Außerdem reinigten wir die Montageflächen und Befestigungspunkte gründlich.
Der Motor wurde mithilfe eines vom Kunden bereitgestellten Krans eingebaut. Unsere Mechaniker waren für die korrekte Positionierung der Einheit sowie die Durchführung aller Anschlüsse gemäß der Servicedokumentation verantwortlich. Besondere Aufmerksamkeit widmeten wir der Ausrichtung sowie dem korrekten Anschluss der Hydrauliksysteme des Oberwagens.
Nach der mechanischen Montage der Einheit erfolgte der Anschluss der elektrischen Installation, des Kraftstoffsystems sowie des Kühlsystems. Anschließend wurden die Systeme entlüftet und erste Dichtigkeitsprüfungen durchgeführt. Jede Verbindung wurde zusätzlich auf Leckagen und korrekte Montage überprüft.
Der erste Motorstart erfolgte in Anwesenheit des Kranführers. Unser Service überwachte die Betriebsparameter der Einheit unter verschiedenen hydraulischen Belastungen. Zusätzlich führten wir Testbewegungen des Auslegers sowie Prüfungen der Hilfssysteme durch.
Nach Abschluss der Funktionstests kontrollierten wir nochmals die Temperaturen, den Öldruck sowie die Parameter des Kraftstoffsystems. Erst nach erfolgreichem Abschluss aller Prüfungen wurde das Übergabeprotokoll unterzeichnet und die Maschine wieder in Betrieb genommen.
Betreuung des Motors nach der Überholung
Jeder überholte Motor wird von unserem Service betreut. Der Kunde erhielt Empfehlungen für die erste Betriebsphase sowie einen Zeitplan für weitere Inspektionen.
Nach den ersten 50 Betriebsstunden führt unser mobiler Service eine Kontrolle der Verbindungen, den Austausch der Filter sowie die Bewertung der Betriebsparameter der Einheit durch. Dies ist ein sehr wichtiger Schritt, um das Verhalten des Motors nach der ersten Belastungsphase zu überprüfen.
Weitere Inspektionen werden alle 250 Betriebsstunden oder mindestens alle 3 Monate durchgeführt. Regelmäßige Wartung gewährleistet eine hohe Zuverlässigkeit der Antriebseinheit und reduziert das Risiko kostspieliger Ausfälle.
Maschinen mit dem Liebherr D926 TI-E A4 Motor
Der Liebherr D926 TI-E A4 Motor wird in vielen Baumaschinen und Off-Highway-Geräten eingesetzt. Die Einheit findet unter anderem Verwendung in Mobilkranen, Umschlagmaschinen sowie ausgewählten Industrieanlagen der Marke Liebherr.
Motoren dieser Baureihe werden für ihre hohe Lebensdauer und ihre Fähigkeit geschätzt, unter hoher Belastung zu arbeiten. Gleichzeitig erfordern sie regelmäßige Wartung sowie professionelle Diagnostik, insbesondere bei Maschinen im Dauerbetrieb.
Zusammenfassung der Überholung des Liebherr D926 TI-E A4 Motors
Die umfassende Überholung des Liebherr D926 TI-E A4 Motors im Mobilkran Liebherr LTM 1500-8.1 stellte die volle Einsatzfähigkeit der Maschine wieder her und beseitigte die Probleme im Zusammenhang mit dem beschädigten Einspritzsystem.
Dank des Einsatzes des Motorprüfstands konnten wir die Einheit bereits vor dem Einbau in die Maschine gründlich testen. Dieses Vorgehen reduziert das Risiko erneuter Ausfälle erheblich und ermöglicht dem Kunden eine schnellere Wiederinbetriebnahme des Krans.
WIR FÜHREN umfassenden Service für Liebherr Dieselmotoren, Überholungen von Antriebseinheiten für Baumaschinen sowie mobilen Service für Mobilkrane durch. Unser Baumaschinenservice übernimmt die Demontage und Montage der Motoren direkt beim Kunden und transportiert die Einheiten anschließend zu unserem Hauptsitz in Kojszówka.
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